





Marcus Bleasdale war ein erfolgreicher Banker, der eine unverschämt hohe Geldsumme dafür bekam, jeden Tag vor zehn Monitoren und 25 Telefonen zu sitzen. Bis 1998 ein Zeitungsbericht über ein Massengrab im Balkangebiet und die Reaktion eines Kollegen darauf ihn dazu brachte, seinen guten Job an den Nagel zu hängen und fortan als Photojournalist zu arbeiten. Und das, obwohl er sich gerade mal seit einem Jahr mit Kameras beschäftigte. Zugegeben, es ist sicher nicht der Traum jedermanns, sein sicheres Umfeld zu verlassen und sich stattdessen jeden Tag mit Dingen wie Krieg, Tod und Gewalt in seiner grauenhaftesten Form auseinanderzusetzen. Aber es war Bleasdales Traum, und ganz ehrlich, ich bewundere ihn für diese Entscheidung ein kleines bisschen.
Bleasdales Fotos wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt, für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter UNICEF Fotograf des Jahres 2004. Er lebt mit seiner Frau, der Fotografin Karin Beate, in Norwegen in einfachen Verhältnissen, wobei er mehr als die Hälfte des Jahres ohnehin unterwegs ist. Er liebt seine Arbeit, sagt aber auch, dass es jedes Mal schwer ist, wieder in ein normales Leben zurück zu fallen, wenn man gesehen hat, was er sah.
Die Fotos sind aus der Serie “Congo – Rape of a Nation”. Alle Fotostrecken in seinem Portfolio sind interessant, gar keine Frage, ich habe allerdings von der Situation im Kongo noch am meisten Ahnung und wollte nicht nur Fotos um der Fotos willen zeigen. (via)
Meinen vollen Respekt für die Änderung in seinem Leben. Wenn auch viele sagen er wäre verrückt, so ist es sein “Traum” Eindrucksvolle Fotografien die einem unter die Haut gehen.
erinnert mich irgendwie an die Aufnahmen von Sebastiao Salgado, sehr interessant.