Imposant. Und ein bisschen unheimlich. Das waren so meine Gedanken, nachdem ich dem Krematorium Berlin den Rücken zukehrte und wieder nach Hause fuhr. Von außen mag es noch ein weiterer minimalistischer, gleichzeitig aber wuchtiger Bau mit seinen harten Ecken und keinerlei Rundungen sein, deren einziger Farbton durch die türkisgrünen Jalousien kommt, aber wenn man erst mal die massiven Türen hinter sich geschlossen hat und im Hauptraum steht, tritt Ruhe ein.
Absolute Ruhe.
Ein bisschen beängstigende Ruhe. Außer mir niemand sonst anwesend. Ich stand erst einmal nur da, und machte gar nichts, ich war mir ja auch gar nicht sicher, ob ich hier fotografieren darf. Das Geräusch des Auslösens, es hallt an den kalten Wänden wieder, für einen kurzen Moment überlege ich, wen ich hier stören könnte. Nein, es ist niemand da, trotzdem will ich diese Ruhe nicht zerstören. Ich gehe durch den Saal mit den 29 unregelmäßig angeordneten Säulen, der wie das ganze Gebäuse von Axel Schultes and Charlotte Frank entworfen und 1999 eröffnet wurde, mache ein paar Aufnahmen und beeile mich, wieder nach draußen zu kommen.
Auf dem langen Vorhof noch einmal umdrehen. Imposant. Und ein bisschen unheimlich.







Eine spannende und absolut ungewöhnliche ‘location’! Und tolle Fotos. Es sieht so aus als wärst du dort allein gewesen. Hätte ich jetzt gern noch mehr von gesehen…
liebe grüße,
heike
Viel mehr gibt es dort nicht: noch drei unterschiedlich große Räume für die Zeremonien, der Keller ist wohl nicht zugänglich.
Wow, tatsächlich imposante Fotos. Die ersten Beiden gefallen mir am besten!
LG,
Philipp
Hell Yay! Was ne feine Serie. Gefallen mir.
gefällt mir sehr wie du das Krematorium fotografiert hast. das kommt ganz schön gewaltig rüber. sollte da wohl auch mal vorbeigucken wenn ich das nächste mal in berlin bin.
Eine wirklich beeindruckende Bilderserie. Vor allem durch die vielen, gut eingefangenen, geometrischen Formen und Muster, wie die Säulen, die Querlinien bei dem Pflaster und den Betonwänden, finde ich die Eintönigkeit und Stumpfsinnigkeit des Todes sehr gut wiedergespiegelt.
Beeindruckend.
sehr coole Fotos.
Sehr schöne Fotos. Reizvoll ist das minimalistische und strukturierte und vorallem, dass auch ein Neubau Krematorium sein kann. Man kennt so was sonst nur als Jugendstilbau.
Wenn ich das richtig verstanden habe musste es wohl ein Neues gebaut werden, nachdem das Alte wegen Konstruktionsfehlern umweltgefährlich geworden ist.
Man der Ort ist ja komplett unheimlich. Wirkt so wie es ist, ein Ort an dem Menschen zerstört werden. Diese kalten Betonwände und die riesigen Säulen schreien “Massenvernichtung” in mein Gesicht. Aber das nur mein persönlicher Eindruck des Ortes.
Zu den Bildern, losgelöst, an sich: Finde die kalten und dunklen Töne der Innenaufnahmen sehr gut umgesetzt.
Schick die Formen eingefangen! Tolle Architektur, gefällt, da muss ich auch mal hin :)
Jetzt muss ich auch mal was technisches fragen. Welche Kamera? Krasses Farbrauschen teilweise.
Die D7000 aus der Hand in einem recht dunklen Raum, da war nicht viel zu machen.
Das ist wohl war :)
Ziemlich imposant und unheimlich das Ganze, aber eine coole Umsetzung!
(Wie schon von dir auf Twitter erwähnt) Bei den ersten beiden hätte sich wirklich so eine colour-key Geschichte angeboten wie Felix sie mal benutzte.
Waren diese Räume öffentlich zugänglich?
Jep, sind öffentlich zugänglich.
Sehr geile Fotos! Ich schreib dir heute Abend mal ne Mail.
Hat sich gelohnt!
Wahnsinn, die Säulen sehen aus wie gerendert.
find ich gut die serie. ok, die lokalität ist schon beeindruckend, doch ich finde auch, dass deine bilder davon sehr interessant sind (ohne dass ich den ort kennen würde).
um das rauschen wahrzunehmen muss man sich schon vom bild lösen und darauf konzentrieren. ich finde es erstens nicht störend und zweitens tritt es hinter den bildinhalt zurück. also keine sorge :)
viele liebe grüße
torsten
Ich war gestern dort und habe mich ein wenig mit einem der Angestellten unterhalten. Fotografieren ist unter folgenden Bedingungen erlaubt: kein Stativ, kein Fotografieren während einer Trauerfeier (versteht sich wohl von selbst) und keine kommerzielle Nutzung. Also das “Übliche”. Auf Anfrage sind wohl auch kommerzielle Shoppings möglich.
als ich dort mal anfragte um für meine bewerbungsmappe für die Uni ein paar Bilder zu machen, war die Antwort “Sehr gerne, pro angefangener Stunde werden dann 364€ in Rechnung gestellt”. so einfach ist es mit dem fotografieren dort nicht.
Liegt vermutlich auch an der späteren Verwendung. In meinem Fall war es ja für den persönlichen Gebrauch, bzw. ohne kommerzielle Interessen. Wobei etwa 360€ schon eine heftige Summe ist…