
L’Iris D’Or / Photographer of the Year 2011 bei den Sony World Photography Awards ist dieses Jahr Alejandro Chaskielberg mit seiner Serie High Tide geworden. Zwei Jahre lang hat er mit den Menschen am Parana River Delta in Argentinein zusammengelebt, die Nachfahren der Guarani Indianer sind. Die meisten haben noch nie eine Kamera in ihrem Leben gesehen, was zu schönen Situationen führt, wenn er ihnen die Fotos zeigte und sie erst mal gar nicht verstanden, was sie da gerade sahen.
Chaskielberg arbeitet mit einer Großformatkamera und, und das hat mich ziemlich überrascht, nur nachts, und auch dann nur mit natürlichen Lichtquellen wie Fackeln oder eben dem Mondschein. Das erklärte dann auch den schwarzen Schleier, den manche Personen umgibt, wenn sie sich doch ein wenig bewegt haben – ich kann ja auch nicht 10 Minuten absolut still sitzen… – und der mich auf der großen Leinwand bei der Preisverleihung noch etwas störte.
Es sind beeindruckende Aufnahmen, technisch wie inhaltlich, die Realität und Kunst verbinden. Alejandro Chaskielberg hat für meinen Geschmack völlig zu Recht den Hauptpreis gewonnen.



Weitere Bilder aus der Serie gibt es im Portfolio von Alejandro Chaskielberg.
Yip. Geniale Fotos. Hat mich bei der Recherche ebenfalls beeindruckt, wie der Mann fotografiert hat. Vor allem: Zwei Jahre des eigenen Lebens in ein derartiges Projekt mit unsicherem Ausgang zu investieren. Fast selbstverständlich hat er damit neben dem Hauptpreis (natürlich) auch in der Kategorie Menschen gewonnen.
Wer mag, kann sich bei mir auch ein Bild zu den anderen Kategorien – Profs sowie Amateure – machen.