Dienstag, 04. Januar 2011

Überwindung

Das da oben ist ein Platzhalter für ein Foto, dass in etwa so aussieht: Entstanden am Sonntag im Mauerpark, die Sonne verschwindet gerade hinter den Hochhäusern, der Himmel ist nahezu wolkenlos, die goldene Stunde ist in vollem Gange. Sie, ich schätze sie auf 23 Jahre, vielleicht 1,65m groß, so genau weiss ich das nicht, denn sie sitzt auf einer der Bänke am Hang, direkt gegenüber von der Mauer. Ihre braunen Dreads versteckt sie halbwegs gut unter einer roten Strickmütze, sie hat schmale Augen, Piercings in der Nase und der Unterlippe. Sie trägt eine grüne Filzjacke, ihre Hände sind durch Stulpen vor der Kälte geschützt. Eine braune Hose, ich glaube es war eine Hose, auf ihren übereinandergeschlagenen Beinen liegt ein Buch, aufgeschlagen, in französisch. Man sieht sie etwa zwischen Portrait und Profil, ihr Gesicht ist durch die Sonne in einem leicht goldenen Licht. Sie bläst den Rauch der selbstgedrehten Zigarette, von der sie gerade einen Zug nahm, in die kalte Winterluft, während sie gedankenverloren, vielleicht aber auch nachdenklich in die Ferne schaut. Ihr Deutsch ist nicht gut, sie erzählt mir auf Englisch, dass sie es eigentlich nicht mag, fotografiert zu werden, ihr aber meine Kamera – die Hasselblad – gefällt. Das Foto ist quadratisch, trotzdem ist sie auf der Aufnahme leicht rechts zu sehen, ihr Blick geht nach links, sozusagen in die Aufname rein.

Es ist das vermutlich beste Foto, das ausdrucksstärkste, das technisch einwandfreiste von den zwölf, die ich machte. Zehn sind Portraits, ähnlich wie dieses, auf einem sieht man einen Hang, auf dem Kinder gerade Schlitten fahren, und eines ist verhunzt, da ich aus Versehen auf den Auslöser drückte.

Ich würde sie euch gerne zeigen, aber sie existieren nicht.

Es war ein Experiment. Der Farbfilm, Kodak irgendwas mit ASA 125, lief bereits 1991 ab. Er hätte irgendwelche trippy Farben produzieren können, vielleicht auch völlig ausgebleichte, oder irgendwas mit Farbstich, oder eben auch nichts. Das ist das kleine Restrisiko. Er schlummerte die ganze Zeit in einer Schublade in einem warmen Zimmer, oder anders: er wurde unsachgemäß gelagert und ist über den langen Zeitraum einfach kaputt gegangen. Auf den Negativen ist nichts.

Aber das ist egal.

Ich fotografiere jetzt seit etwa 14 Monaten, habe in der Zeit einiges ausprobiert, war an Orten, die ich sonst vermutlich nie gesehen hätte, habe mein Auge für die Welt da draußen ein bisschen geschärft, denke ich jedenfalls, da kleinere Details schneller auffallen. Ich habe Architektur fotografiert, Verfall, habe versucht, den Eindruck, das Feeling der Orte, an denen ich mich befand, festzuhalten. Habe mich an Makro probiert, fands nur bedingt spannend. An Street Photography, Menschen auf der Straße, das Leben. Das einzige, was ich in der all der Zeit nie getan hab, war, Menschen nach einem Foto zu fragen. Weil ich Angst hatte.

Ich habe Fotos von Menschen gemacht und sie danach gefragt, ob es okay ist. Was ja fast noch blöder ist, schließlich gebe ich ihnen damit ja nicht mal die Chance, im Vorfeld Nein zu sagen (es gab die, die wollten, dass ich es lösche, klar, aber wirklich unfreundlich, sauer oder gar aggressiv ist nie jemand gewesen. Was sicher keine Selbstverständlichkeit ist. Das nur am Rande). Aber ich habe mich nie getraut, Menschen einfach so zu fragen. Das hat zwei Gründe, zum einen ein kleiner Knacks in meinem Selbstbewusstsein, dass ich mir sowieso erst ziemlich spät angeeignet habe. Zum anderen habe ich immer wieder die Szene auf der photokina im Kopf, bei der diese Traube von Fotografen sich gegenseitig wortwörtlich über den Haufen rannten, um noch ein Foto vom Bodypainting-Model zu kriegen, die gerade von der Bühne zur Gaderobe ging, da die Show längst vorbei war. Eine Szene, die mich angeekelt hat, und mit der ich niemals verglichen werden will.

Mauerpark also, ich dachte mir, mit all den, sagen wir mal, etwas aufgeschlosseneren Menschen in meinem Alter dort sollte es doch möglich sein, nicht sofort schräg angeschaut zu werden. Ich hatte die Hasselblad in der Hand, die Nikon ist ja schon etwas wuchtig und könnte vielleicht etwas abschreckend wirken. Ich lief hin und her, lief Runden, suchte nach ausdrucksstarken Gesichtern. Fand sie. Wollte mir einen Ruck geben. Tat es nicht. Verfluchte mich eine Sekunde später dafür. Und von vorne. Auf der eingeschneiten Wiese dann das asiatische Pärchen entdeckt, sie fotografiert gerade ihn. Warum eigentlich nicht, Menschen, die selber fotografieren, dürften ja nochmal eine Ecke aufgeschlossener sein. Ich wartete, bis sie ihre Fotos gemacht hatte. Adrenalin, Puls durch die Decke, das volle Programm, während ich auf sie zuging. Ob ich ein Foto von ihm machen dürfte? Sie verstanden mich nicht. Okay, englisch, schnell die richtigen Worte zusammenlegen, nochmal fragen, dabei verhaspeln, damnit, das wars jetzt bestimmt. Ja, klar, was soll ich tun? Oh, wow, so weit war ich gar nicht. Ich wollte nichts gestelltes, das war das Einzige. Um ihn abzulenken unterhielt ich mich ein bisschen mit ihm, woher sie denn kämen (USA, Nähe Washington), ob sie auf dem Flohmarkt gewesen wären (yeah), wie sie’s fanden (kinda cool, but too crowded), und drückte den Auslöser. Fertig. Kurz sacken lassen, wirklich fertig. Ich gab ihnen meine Karte, damit sie mich kontaktieren können, falls sie das Foto haben möchten. Sie lächelten, wir sagten uns Tschüss. Das wars. Adrenalin geht runter, Puls kommt langsam wieder in normale Bereiche. Wow.

Mit jedem Foto wurde es einfacher. Ich war jedes Mal aufgeregt, aber es wurde einfacher. Die meisten fanden die Kamera interessant, den Lichtschachtsucher, wofür ich überhaupt Fotos mache, manche schauten skeptisch, warum gerade sie, man kommt irgendwie in ein kurzes Gespräch. Zwei sagten direkt Nein, aber es war okay. Sie wollten einfach nur nicht fotografiert werden, es ging nicht um mich, und es war okay. Rein von der Komposition her war wahrscheinlich keine der Aufnahmen besonders gut, aber auch das war okay.

Und es begann, Spaß zu machen.

Die Filmentwicklung am Tag danach dauerte nur ein paar Stunden. Der Mitarbeiter im Labor zeigte mir völlig weiße Negative. Ob meine Kamera kaputt sei, fragte er mich. Nee, antwortete ich lächelnd, um meine Enttäuschung zu überspielen, die aber nur für ein paar Sekunden anhielt. Denn es ist egal. Es ist egal, dass auf den Negativen nichts zu sehen ist, die Fotos existieren einfach in meinem Kopf weiter. Es ist egal, denn sie stehen für etwas viel besseres, einen Schritt, den ich getan habe, und der mich viel Überwindung gekostet hat. Dieses Mal war nicht das Ergebnis das Ergebnis. Und das macht sie zu den besten Fotos der vergangenen Wochen, auch wenn es sie gar nicht gibt.

Ob er die Negative wegschmeissen soll, fragte er. Nein, ich will sie behalten.

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39 Kommentare

  1. Antje

    Darf ich für dich mega-enttäuscht sein?
    Ich habe durch deine Erzählung zwar ein Bild vor Augen aber noch lieber hätte ich es gesehen ;)
    Beim nächsten Mal eben …

  2. Johannes

    Tolle Beschreibung! Ich finde allerdings, dass gute Bilder von Menschen zu machen auch mit das Schwierigste ist. Ich fotografiere selbst erst seit ein paar Monaten und habe mich daran noch nicht richtig rangetraut. Wenn, dann sind sie auf meinen Bildern nur von hinten zu sehen… Werde allerdings deinen Text als Vorbild nehmen und versuchen mich auch mal dazu zu überwinden, fremde Menschen anzusprechen und um ein Foto zu bitten :-)

  3. Martin

    Gute Erinnerung die du hast. Freu mich das du dich traust die Menschen anzusprechen. Es wird jedes mal immer leichter.

    Glückwunsch zu deinem Mut.

  4. frufus

    Endlich mal wieder nen richtig interessanter Artikel hier.
    Schade um die Bilder, was schreibste den Leuten die nen Abzug ihres Fotos wollen?

    Sollte mich auch mal trauen sowas zu machen, aber sind die Bilder dann nicht zwangsläufig gestellt?

  5. Jeriko

    @frufus: ich hab allen gesagt, dass es leider sehr gut sein kann, dass aus dem Film nichts wird. Insofern sollte das schon gehen.

  6. der stilpirat

    Hachja, Ich hab unzählige Fotos wie diese im Kopf! Ich hab bittere Niederlagen mit analogen Kameras hinnehmen müssen: http://www.stilpirat.de/bittere-niederlage-analog/ aber mich auch immer wieder versöhnt.
    Bei meiner Hassi ist mir das übrigens auch oft passiert, daß der Film einfach nicht belichtet war. Dann hat die kleine “Zahnrad”-Verbindung zwischen Kassette und Body einfach nicht ordentlich gegriffen, Man achtet ja auch nicht immer auf die “rote Nase” an der Seite…
    Laß Dich dadurch nicht entmutigen!

  7. ovit

    ich habe zum jahreswechsel, im trunkenen zustand, einen vollen film verloren. irgendwann fiel er mir aus der jackentasche. warum ich ihn nicht gleich sicher verstaut habe: keine ahnung. im ersten moment tat es mir um die 36 bilder so unfassbar leid. damn. naja. lektion gelernt. selbstverschuldete ist ja noch mal viel schlimmer.

  8. bestform

    Toller Beitrag, super geschrieben. Hat mir große Freude gemacht, zu lesen.

  9. Holger Lückerath

    Du hast nicht nur deine “vermutlich besten Fotos” gemacht, sondern ich würde mal sagen, das ist auch dein vermutlich bester blog-Artikel!
    (bow)

  10. Pablo

    Definitiv einer deiner besten Blogeinträge!
    Kann dich gut verstehen, und gerade das Bild von der Photokina mit den Heerscharen von unfreundlichen und dickbäuchigen Fotografen ist doch recht abstoßend.
    Aber ich wette alle deine Fotos hätte eine bessere und lebhaftere Geschichte erzählt als eins der Bodypainting Bilder.
    Unbedingt weiter machen, das nächste mal mit neuem Film. ;)

  11. Robert B.

    Interessante Gedanken zum Fotografieren von Fremden, danke für den guten Artikel.
    Ich traue mich inzwischen auch häufiger mal zu fragen (obwohl dabei bisher nicht wirklich zeigenswerte Ergebnisse herauskamen), musste dafür aber auch vor kurzem mein erstes, direktes “Nein, lieber nicht.” entgegennehmen. Schade, denn ein Longboard-fahrender Familienpapi mit seinen 3 Skateboard-Kids wären ein schönes Motiv gewesen… Aber egal, ich werd wieder bei interessanten Menschen fragen. Und wer weiß, eventuell kommt ja mal ein gutes Bild heraus, wenn ich lerne vor lauter Aufregung die Erlaubnis auch brauchbar in die Tat umzusetzen.

  12. Mareen

    Oh, wow. Das hat mich gerade irgendwie ziemlich gefesselt. Deine Eindrücke zu diesem Erlebnis hast du wirklich toll in Worte zusammengefasst. Hat mir sehr gefallen! Besonders, wie viel Überwindung es dich gekostet hat, die Leute nach dem Foto zu fragen.

    >>Ob er die Negative wegschmeissen soll, fragte er. Nein, ich will sie behalten.<<
    <3

  13. Fex

    Einfach genial, großen Respekt, du hast mit diesem Artikel mir voll und ganz aus dem Herz gesprochen!
    Schließ mich voll und ganz meinen Vorschreibern an, dein mit Abstand bester Artikel! Weiter so!
    Vielleicht trau ich mich in Zukunft ja auch mal, Leute einfach anzusprechen, so wie du.

  14. Ede

    Irgendwann werde ich ein Buch publizieren mit allen Fotos, die ich nicht gemacht habe. Es wird ein großer Erfolg werden.
    Rene Burri

  15. Sebastian

    Tut mir leid für dich, aber ich finde es schön dass die Bilder trotzdem in deinen Gedanken weiterhin existieren.

  16. Felix

    Wow! Großartig.
    Mir geht es da ähnlich wie dir, wenn ich an das Fotografieren von Menschen denke.
    Das die Negative weiß sind ist natürlich schade. Aber ich denke so wirst du dieses Erlebnis nie vergessen. Immer, wenn du sie in die Hand nehmen wirst, wirst du die Fotos im Kopf haben. Und niemand sonst hat sie je gesehen und niemand kann sie dir jemals wegnehmen.
    Klasse…

  17. Benjamin

    Auch wenn du das Bild im Kopf hast und es so wunderbar mit Worten wieder gibst muss es schon hart sein es nicht als Fotografie in der Hand halten zu können. Gerade weil man es so gut in Erinnerung hat.

    Aber mit dem Artikel “Überwindung” sprichst du mir ein bisschen von der Seele. Ich will das auch schon lange versuchen, Leute einfach mal auf der Straße anzusprechen, aber die Überwindung hat bisher gefehlt. Es wird Zeit das einfach mal zu machen.

    Grüße Benjamin

  18. Mella

    Oh Mann, ich kann dich da voll verstehen. Ich traue mich auch nicht, andere Menschen nach einem Bild zu fragen – weshalb ich Menschen einfach gar nicht fotografiere, obwohl ich es gerne tun würde.

    Da sitzen, stehen, gehen, schauen sie und du denkst: hey, das wäre ein superschönes Porträt! Aber nein, ich möchte ja niemanden belästigen, mich nicht aufdrängen. Also lasse ich es sein.

    Schade, dass der Film am Ende so total kaputt war. Aber du hast irgendwie auch recht: Du hast dich überwunden und das ist schonmal Schritt 1 (von dem ich noch meilenweit entfernt bin), Schritt 2 ist dann nochmal die selbe Prozedur nur mit gelungenden Abzügen. Viel Glück!

  19. Marcus

    Es ist wahrscheinlich schade um die Fotos. Aber du hast etwas mitgenommen, was dir niemand mehr nehmen kann. Am Ende konntest du es sogar mit uns teilen und selber andere Menschen motivieren die sich gut in deine Situation hinein versetzen können. Du warst bei den Aufnahmen aufgeregt, hast diese Aufregung Bild für Bild abgelegt. Als Lohn für deine Überwindung bekamst du aber nicht die von dir erwarteten Fotos, sondern in meinem Augen etwas viel größeres, etwas was dir keiner mehr nehmen kann. Das Wissen, dass du diese Situationen meistern kannst.
    Danke das du es mit uns geteilt hast. Ich freue mich dann um so mehr auf den nächsten nicht abgelaufenen Film von dir!

  20. Janne

    Um die Bilder tut es mir gar nicht Leid. Viel wichtiger finde ich diesen Erfolg, völlig Fremde nach einem Bild zu fragen.
    Ich war am Anfang skeptisch, so viel Text .. wurde aber belohnt. Danke.

  21. arne banarne

    super artikel. ich hatte zwar noch nicht so ein problem, fotografiere sehr selten analog, konnte aber total mitfühlen was in dir abging.
    die erfahrung die du gemacht hast ist doch super. hättest du wahrscheinlich auch nicht erwartet das sie so ausfallen wird. hat ja viel mit überwindung zu tun.
    mach weiter so :)

  22. Mat

    Toller Beitrag. Mit Inhalt zum Nachdenken, sich Wiederfinden, zur Anregung für die eigene Person hinter der Kamera. Klasse geschrieben. Merkte ich spätestens, als ich mich nicht ungeduldig nach der Länge des Textes gefragt habe. Man ist bei blogs so schrecklich ungeduldig, denn einen Klick weiter lauert schon der nächste Stoff.
    Gratulation zur Überwindund und der Erfahrung!

  23. explorish

    Hallo,

    Coole story. “The best part of a picture is the journey that brought you to it.”

    Zum Titel, mir ist auch unwohl, Menschen bezüglich Photos zu fragen. Wenn überhaupt, dann in der Tat vorher. Aber – eigentlich sind sie in der Öffentlichkeit, also könnten sie es erwarten, geknipst zu werden, deshalb – warum überhaupt fragen? Das gehört doch zur “in die Öffentlichkeit unterwegs sein”, oder irre ich mich?

    Eine andere Frage habe ich. Sie photographieren “seit 14 Monaten”. Das klingt, als ob Sie früher nicht photographiert haben – ist das so? Nicht einmal daran gedacht? Dann frage ich mich – wie “funktioniert” das? Erstens, wieso jetzt (bzw. vor 14 Monaten) und nicht früher? Zweitens, wieso plötzlich so intensiv, so engagiert, quasi “von 0 auf 100kmh”? Dazu noch mit Hasselblad, Film und all dem jazz.

    Ich frage, weil Sie nicht der einzige Fall sind – habe noch jemanden gesehen, der dieses Hobby in sehr kurzer Zeit ganz intensiv betreibt hat und schnell auf hohem qualitativen Niveau gestiegen ist, und das wundert mich sehr. Wie haben Sie (und andere wie Sie) das alles in einem Jahr geschafft? Ich habe zwar das Photographieren gern, habe aber in Jahren nicht ein zehntel des Fortschrittes gemacht, den Sie in 14 Monaten gemacht haben. Mehr Brainpower – ok, aber das alleine erklärt nicht warum Sie sich so viel, so gut und vor allem so plötzlich damit beschäftigen. Talent? Aber dann wieso haben Sie es nicht früher entdeckt? Sie sind ja vermutlich nicht 17, wie die andere Person (oder doch? :). Geht es um Ambition? Woher die Ambition, plötzlich so viel Zeit zu investieren, was haben Sie dafür aus Ihrem “früheren Leben” geopfert? Geht es um “Hobby-Kultur”, haben Sie so was wie ein Prinzip, “wenn ich was anfange, dann aber richtig”? Ist es “trendy”, “cool”? Oder was anderes das ich noch weniger verstehe? :) Just checking, bin neugierig wie andere Leute “funktionieren”. Insbesondere die, die komplett anders zu funktionieren scheinen wie ich :).

    Einen schönen Tag/Jahr/zehnt.

  24. DasMaddin

    Ich hab erst überlegt: Warum läd der verdammte Feedreader das Bild nicht?
    Ok, weiterlesen.. Ah. Verstanden.

    Wäre etwas neugierig gewesen, was an dem Tag noch rausgekommen ist bei Dir. Bei mir kam nicht viel heraus, aber das erklärte ich ja auch schon.. :)

    Guter Artikel! Ich hab das bisher nur noch nicht gemacht, weil ich nicht weiß, was ich mit den Fotos dann machen soll.. und dann brauch ich mich auch nicht dieser Fragesituation aussetzen..
    Vielleicht sollte ich es trotzdem mal versuchen..

    Gern wieder bis demnächst!

    M.

  25. jens

    die besten bilder hat man doch eh im kopf.
    war schon ne enttäuschung, kann ich mir lebhaft vorstellen. aber, du kannst ja damit umgehen.

    beim nächsten film wird alles besser. ;)

  26. Jeriko

    Vielen vielen Dank! Hatte ja zuerst doch ein bisschen Schiss, ob das nicht als Kleinigkeit oder so abgetan wird…

    Das mit der Enttäuschung hält sich wirklich in Grenzen, eigentlich bin ich es nicht. Ich musste ja auch damit rechnen, dass auf den Negativen nichts ist, schlimmer wäre es wohl gewesen, es wäre ein neuer gewesen, der durch meine Unachtsamkeit dann kaputt gegangen wäre.

    @Felix: Und genau deswegen wollte ich sie auch behalten. Ideeller Wert eben.

    @explorish: Oha, nicht so förmlich :-) Meine Geschichte lässt sich im Archiv recht gut nachlesen, in Kurzform: ich fand es toll, was andere gemacht haben, kaufte mir im November 2009 eine gebrauchte DSLR, fing an und bin seitdem dabei, weil es mir Spaß macht. Es ist ein Hobby, so wie andere… naja, andere Hobbies haben. Die Hasselblad ist von meinem Vater, das ist mehr ein Leidenschaftsding und wird auch eher selten ausgepackt, die kann man nicht als Maßstab nehmen.

    @DasMaddin: Unbedingt, dann auch mit Kaffee danach :-)

  27. Peter

    Wow, ein toller Artikel, der mir in vielem aus der Seele spricht, wunderschön… Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch einmal, einfach Menschen anzusprechen, dein Bericht macht Mut dazu. Aber auch wenn die schönsten Bilder im Kopf sind merke ich im Laufe der Jahre doch, dass sich vor allem die Bilder wirklich längerfristig einprägen, die man auf Papier hat, das meiste andere verblasst mit den Jahren schneller als ein billiger Ausdruck in der Sonne. Der Artikel wird für mich noch schöner durch die Film-Panne aber für dich finde ich es schade, dass du die Bilder nicht wirklich als Erinnerung in Händen halten kannst.

  28. Michael Brückner

    DU sprichst mir mit jedem einzelnen Wort aus der Seele. Ich habe den überdimensionalen Schritt des Anpsrechens aber noch vor mir!

  29. BW

    ein wirklich toll geschriebener artikel! da passt alles zusammen: der platzhalter in verbindung mit deiner sehr persönlichen schilderung und der letzte absatz als abschluss! schade, dass er schon zuende ist, möchte man fast sagen…

    hut ab!

  30. Marc

    Autsch!

    Schöne Geschichte, aber den Verlust der Bilder könnte ich warscheinlich nicht so abtun…

  31. explorish

    ok, förmlich nur das erste mal, dann gehts rasch bergab :). ich hatte die story mit der d60 gelesen, finde es trotzdem hervorragend, wie so viel fortschritt in so weniger zeit erreicht werden kann, und frage mich noch immer “what it takes”.
    viel spass mit der d7000, ayayay, muss wahre selbstgespräche führen, um nicht da reinzuspringen. noch nicht :)

  32. Veronika

    Oh, das hast du wunderschön gesagt.
    Genau darum geht es doch bei allem, was man gerne macht: Um das, was davon in einem weiterexistiert.
    Danke dafür.

  33. Ernst

    Nach meiner Erfahrung hilft es auch, kurz das Bild zu beschreiben, was man im Kopf hat (dass das Licht sehr schön fällt usw.), damit klar wird, dass es nicht direkt um sie als Person geht, sondern um ein gutes Bild.
    Natürlich ist es schön, wenn man den Leuten dann das Ergebnis auch gleich zeigen kann (mit Löschoption), aber eine solche Analoge gibt auch eher das Gefühl, Teil einer besonderen Sache zu sein – und das nicht mal eben ein paar Bilder weggeknipst werden.
    Zum Thema “ohne Fotos heimkommen” fällt mir noch das hier ein: http://nichtlustig.de/toondb/081118.html

  34. Miss Nyx

    Wahnsinnig schön, das muss ich erstmal sacken lassen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich nicht lieber bei meinem selbst erdachten Bild bleiben würde, wenn ich die Möglichkeit hätte, das Foto zu sehen, auch weil es so hübsch beschrieben wurde.
    So, Satzmonstrum.

  35. arne

    großes kino! und der beweis, dass die besten bilder im kopf entstehen.
    danke dafür! (… und ruhig auch mehr davon!)

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