Montag, 20. Dezember 2010

Toronto, von Baustellenkränen aus gesehen

Wir waren erst vor kurzem auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Krampnitz unterwegs. Damals von den Nazis gebaut, dann während des kalten Kriegs von den Russen okkupiert rotten die meisten Häuser mittlerweile vor sich hin. Ein paar Gebäude wie das Casino werden noch für Dreharbeiten genutzt, beispielsweise Inglorious Basterds. Ein riesiges Areal, wir waren den ganzen Tag dort unterwegs und haben wahrscheinlich nicht mal die Hälfte gesehen. Das könnte allerdings auch am Wachschutz gelegen haben, mit dem wir uns ein kleines Katz-und-Maus-Spiel geliefert haben. Kommt vor. Der aufregendste Moment in dem Zusammenhang war der, als wir uns in einem Hauseingang versteckten, während ein uns Unbekannter um die Ecke kam, der dann aber doch nur ein ehemaliger Stationierter war und sehen wollte, wie es hier mittlerweile so aussieht. Trotzdem, Adrenalin, Puls hoch auf 180, wer weiss ob der Wachschutz nur die Speicherkarten haben will oder es doch eine Anzeige hagelt.

HI-LITE, der seinen Namen verständlicherweise nicht nennen will, klettert in Toronto auf Kräne und macht von dort aus Fotos. Illegal, versteht sich. Ausgestattet mit zwei Kameras, Wechsellinsen und einem Stativ bleibt er höchstens 30 Minuten auf den Konstrukten, um die spektakulären und so gesehen auch völlig neuen Aufnahmen der Stadt einzufangen. Und während wir ja ständig noch weglaufen konnten ist er auf einem Kran so ziemlich gefangen. Respekt. Auch für die Fotos. Der Torontoist hat die ganze Story, via Boing Boing.

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3 Kommentare

  1. Robert

    Oh, ja das war ne Aktion. Ein anderer Kumpel, der auch schon da war meinte: Die vom Wachschutz haben ihn sogar mit rein begleitet ins Casino und fanden es cool, dass er da Bilder macht. Manchmal muss man Glück haben bzw. es einfach durchziehen ;)

    Ne coole Serie von Bilder, von dem Typen.

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