
…und sich am Alexanderplatz dazu entscheiden, doch noch die Kamera auszupacken. Nifty Fifty drauf und los gehts. Es ist 19 Uhr, ich probiere nochmal ISO 400, keine Chance, hoch auf 800, ich kann das Rauschen in der Szenerie schon förmlich sehen. Ich nutze das wenige Licht aus, dass die kleinen Cafés, die Restaurants, die Läden auf die Straße werfen, während ich über die Prenzlauer Allee schlendere. Das werden keine Meisterwerke, soviel ist jetzt schon klar. Macht nichts. Es ist sogar befreiend, einfach mal wieder drauf los zu schiessen, ohne sich großartig Gedanken darum zu machen, ob da irgendwas verhunzt sein könnte. Dieses Mal soll nicht die Technik über das Photo entscheiden, sondern ich. Nach all dem Zuspruch, den ich für die Photos von Los Angeles bekommen habe, dachte ich die ganze Zeit, ich müsste jetzt noch einen drauf setzen, einfach weil man das erwartet. Blödsinn, ich muss doch niemandem was beweisen. Es geht einzig allein um den Spaß am Photographieren. Und davon hatte ich heute wieder mehr als genug.












Alle Photos gibts wie immer auch in groß bei Flickr.
Yay! Erst bescherst du mir ein neues Wallpaper zum Frühstück und dann abends noch so viele weitere tolle Fotos. Immer wieder ein Genuss, wenn du dich dazu entscheidest, die Kamera auszupacken :)
Ich mag die ersten drei sehr. Tolle Idee und schön umgesetzt. Vielleicht hätte ein 1:1 Format funktioniert? Das mit den Stühlen und Tischen gefällt mir ebenfalls sehr gut.
Und das Wichtigste ist: Fotografieren und Spaß dabei haben. Also alles richtig gemacht.
Das ist doch in meinKiez! An der Toreinfahrt- und Tiefgarage komme ich fast täglich vorbei. Schon allein deshalb könnte ich die Fotos so nicht machen. S/W bringt den trüben heutigen Abend super rüber. Wie schön, dass du dich inspirieren lässt…
Abend- oder Nachtfotos und Rauschen gehört doch irgendwie zusammen, oder? Und wie du schon sagst: Manchmal reicht auch der Spaß am Fotografieren – und am Bildergucken. Mein Favorit sind die Stühle. Sehr schön. Bitte mehr. (Mein erster Kommentar hier – huhu – aber ich lese und gucke schon länger – und immer gerne – mit.)
Sehr schöne stimmungsvolle Aufnahmen. Manchmal sollte man auf alle Konventionen pfeifen und einfach mal machen. Das gehört ja auch zum Spaß und manche Überraschungen sind vorprogrammiert.
Die ersten Bilder aus der Einfahrt finde ich großartig.
Sehr schön, ohne Zwang zu Fotografieren macht irgendwie am Meisten Spaß, oder? Wobei ich immer dann enttäuscht bin, wenn die Bilder trotz der gesamten Freude nichts geworden sind. Hast trotzdem einige schöne Motive und viel aus der Lichtsituation rausgeholt.
@Matze: Hoch, dankeschön :-)
@Martin Wolf: Eine kleinere Brennweite wäre noch besser gewesen, dann hätte ich den ganzen Torbogen draufgekriegt. Habs auch mit 1:1 probiert, dann merkt man aber nicht mehr, dass es sich um eine Art Tunnel handelt. Ist schon okay so :-)
@ToBue: Du kannst die Photos nicht so machen weil du täglich daran vorbei kommst? Versteh ich nicht.
@Rotäffchen: Nicht unbedingt, ich kenne auch phantastische Photos, die ganz ohne auskommen, dann aber auch entsprechend vorbereitet sind. Kommt halt immer darauf an, was man will, denke ich.
@Andre: Ich bin ja nur dann enttäuscht, wenn ich unbedingt was erreichen will. Hier gings für mich um nichts. Wärs nichts geworden hätt ich die Photos eben gelöscht. Easy peasy :-)
@Jeriko Ja, ich habe festgestellt, dass mir in tagtäglich bekannten Umgebungen keine besonderen Fotos gelingen: Des Sehens von Motiven ändert sich: wie ich eine visuell darstellbare Besonderheit “zum Bild” mache, es als Motiv entdecke.
Zum Beispiel sind die dramatischen Bilder des Marktes in Kalkutta nur beim ersten Mal gelungen, am nächsten Tag bin ich noch dort gewesen, aber diesen Bildern fehlte etwas, ich finde sie weniger aussagekräftig, obwohl “fototechnisch besser” aufgenommen.
Das macht für mich die Einzigartigkeit des Fotografieren aus: das Festhalten der momentanen interpretierten Wahrnehmung wobei meine eigenen Gefühle das Gesehene erst zum Motiv machen.
@ToBue: das würde aber dem Scouting ziemlich den Garaus machen ;-) Ich hab in Los Angeles auch nicht direkt losgelegt sondern mir erst mal die Gegend angeschaut, was interessant sein könnte, was nicht. Sicher lässt sich das nicht auf jede Situation anwenden, und gerade beim alltäglichen dürfte es schwer sein, ja, aber direkt beim ersten Mal? Nee, denke nicht.