Mittwoch, 23. Juni 2010

Christopher Street Day 2010

Gefühlt nicht ganz so groß, wie das, was ich früher in Köln erleben durfte, aber nicht minder beeindruckend und vor allem unterhaltsam war der Christopher Street Day 2010 in Berlin: Massen von verrückten, abgedrehten, liebenswerten Menschen, die zusammen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern demonstrieren und feiern. Wobei man den CSD nicht darauf reduzieren darf.

there’s a slight misconception by those who think that the csd parade stands for lgbt-only. the csd is a fundamental part of berlin, a yearly shout out to the rest of the world that goes along the lines of “berlin is for everyone – of all shades, colors, sexes, nationalities.” do not, ever, take this freedom for granted, even though it seems like an everyday thing. it’s not, not for the millions of people still suffering in other countries under the horrible middle aged laws of their governments

finding berlin

Es geht um die generelle Freiheit, sich so auszudrücken, wie man will, nicht nur auf die eigene Sexualität bezogen. Obwohl ein gutes Anliegen wird die Veranstaltung dadurch für meinen Geschmack auch ein wenig zu sehr politisiert. Aber was solls, unterm Strich bleibt für die meisten ja die farbenfrohe Party in den Köpfen hängen, die ich in den Photos auch bewusst so wiedergeben wollte, also mit kräftigen, gelegentlich auch übersättigten Farben.

Ein paar weitere Eindrücke:

Mehr Photos, auch in groß, gibts bei Flickr. Sara war auch unterwegs, ihre Eindrücke gibt es bei finding berlin.

6 Kommentare

  1. Sara

    Merci beaucoup :) Deine Bilder sind natürlich wie immer überragend. Ich finde wirklich, dass dir die Portraits liegen (um nicht zu sagen, dass die Bilder von LA in irgendeiner Art und Weise minderwertiger werden, absolut nicht). Du schaffst es echt JEDES verdammte Mal, dass die Personen auf deinen Bildern absolut perfekt aussehen und einen so eindrucksvolle und gleichzeitige natürliche Pose haben. Cheers alter, beneidenswertes Talent, MOAR!!

  2. miss sophie

    der csd kann – selbst in deutschland – gar nicht genug politisiert sein/werden. auch wenn die rechtliche situation vergleichsweise entspannt daherkommt, sieht’s beim nachbarn drei häuser weiter oft genug noch ganz anders aus. da werden jugendliche vom therapeuten wieder nach hause geschickt mit den worten “ist nur ‘ne phase, reißen sie sich mal ein hübsches mädel auf”. und von den alltagsdiskriminierungen und gewaltübergriffen selbst in berlin will ich gar nicht erst anfangen.
    der csd ist nicht nur einfach ein karneval. und es täte der berliner ausgabe extrem gut, wenn sie sich wieder stärker darauf besinnen würden.

    aber ich weiß, geschmäcker sind verschieden ;).

  3. Jeriko

    @miss sophie: Äh. Damit meinte ich eigentlich, dass unterschiedliche Parteien (nicht nur politische) die Veranstaltung für ihre Zwecke (aus-)nutzen, obwohl sich diese nicht unbedingt mit den Zielen des CSDs decken. Aber gut zu wissen, was mein “Geschmack” ist.

  4. miss sophie

    Öhm, verdammt. Entschuldigung! Das hab ich dann missverstanden bzw. gestern nacht die Nuancen der Formulierung einfach nicht mehr gerafft.
    Mein rant hat die Entwicklung des Berliner csd im Hintergrund, der irgendwann zu einer 2. Love Parade geworden ist. Was an der insgesamt guten Situation hier in der Stadt liegen dürfte. Aber das wirkt sich dann auch darauf aus, als welches Anliegen der csd sowohl von Teilnehmern als auch von Besuchern wahrgenommen wird. Und das war bei all den Paraden, die ich in den ’00er Jahren mitgemacht habe (auch als Teilnehmer), eben mehr und mehr die Partyschiene.
    Aber vielleicht unterhalten wir uns da einfach face-to-face weiter :).

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