Mittwoch, 09. Juni 2010

New York City im Pictory Mag

Zu meiner großen Überraschung habe ich eben erst festgestellt, dass das Pictory Mag gerade mal sechs Monate alt ist. Ich hätte das Photo Mag wegen der Qualität und vor allem der Popularität als wesentlich älter eingeschätzt. Es gibt ständig verschiedene Themes, zu denen jeder Photos mit Titel und Beschreibung einreichen kann. Ja, auch du und ich. Laura Brunow Miner, die Frau dahinter, nimmt dann die besten Einreichungen und erstellt daraus eine Photo Story. Klingt so banal und ist dabei so schön.
Wahrscheinlich ist es der Umstand, dass es völlig egal ist, ob es sich nun um einen Profi oder einen Amateur handelt, dass die Art und Weise jedes einzelnen Photos völlig unterschiedlich ist, vor allem aber, dass die Einreichungen bzw. die Menschen dahinter wirklich etwas mit dem Thema verbindet, dass jede einzelne Story auf mich noch ein Stück weit intensiver wirkt.

Denn so oft ich New York City schon auf Photos gesehen habe, man entdeckt trotzdem immer wieder etwas neues, wenn es aus der Sicht einer Person entstanden ist, die vielleicht ein bisschen mehr als nur die Stadt an und für sich einfangen wollte. Die Aufnahme ganz oben ist von Trey Hill, der der Meinung ist, dass man die Kamera in New York City nie weglegen sollte, denn schon an der nächsten Ecke befindet sich ein weiterer cineastischer Moment.

Eine Aufnahme von Sasithon Pooviriyakul, der seine Freundin Meena photographierte, wie sie über den Dächern von New York Violine spielt, und dafür von den Nachbarn, die begeistert zuhörten, Standing Ovations bekam. Ich habe das Photo nicht ohne Grund ausgewählt: in Mannheim habe ich im Innenhof meines Studentenwohnheims, das von Hochhäusern umringt ist, einmal mit Feuer jongliert. Weil ichs kann, weil es dunkel war, und weil dort außer Asphalt sowieso nichts ist. Natürlich hatte ich Zuschauer. Bloß dass ich am nächsten Morgen zuerst vom Hausmeister Besuch bekam, der von mehreren Personen aus der Nachbarschaft angerufen wurde, und der mir bei Wiederholung einen fristlosen Rausschmiss androhte. Sowie der Polizei, die mir ein Bußgeld wegen Feuer im öffentlichen Raum aufdrückte. Ob das bezeichnend ist, typisch ist? Ich bilde es mir ein.

Photos sollen Geschichten erzählen. Es muss nicht mal die Geschichte des Motivs sein, es kann auch die eigene sein, eine Erinnerung, die sich durch das Photo wieder einstellt. Die New York City Photo Story vom Pictory Mag hat das bei mir in vielen Punkten geschafft. Mit Dank an kottke für den tollen Fund!

7 Kommentare

  1. Robert

    Netter Hintergrund zu Pictory:
    Pictory wurde von Laura Brunow Miner gegründet, die ehemals bei JPG Magazine (http://www.jpgmag.com/ ) dabei war. Ich find die Art wie sie die neue Idee umgesetzt hat wirklich gut. Vielleicht mach ich ja sogar mal mit.

  2. Thang

    Man, das ist sowas von grossartig! Egal wieviele Videos oder Fotos ich von der Stadt und den Menschen dort sehe, ich kann nie genug bekommen! Danke.

  3. Andi Licious

    Aloha,
    oh, da bin ich heute früh auch drüber gestolpert! Die Bilder gefällen mir richtig gut, trotz das es von NYC nun wahrlich eine beeindruckende Menge an tollen Bildern gibt, die es für neue nicht unbedingt einfacher macht einen Weg ins visuelle Herz zu finden. ;)

    Cheers, Andi

  4. robert

    Teilweise ganz große Fotos dabei. Das schöne ist ja aber daran, dass fast alle diese Bilder auch in anderen Städten möglich sind. Ich glaube ich muß bald mal wieder eine Nachttour unternehmen.

  5. Roitsch

    Ohja, ich liebe diese Fotos. Da bekomme ich fernweh. Pictory ist eine gute Möglichkeit sich mal 5 (oder 120) Minuten Auszeit zu gönnen und durch ein paar fremde Welten zu stöbern.

  6. Jörg Engelbrecht

    Die Bilder, die Infos, der Bericht, New York ein Knaller. Mehr, mehr und genau soooooo :-)

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