
Es ärgert mich selber ein klein bisschen, und es soll mir eine Lehre sein: Bearbeite deine Photos, solange sie noch frisch sind. Die Hot Rod Decadence 2010 ist mittlerweile fast einen Monat alt, und je öfter ich die Bilder in Lightroom gesehen habe, desto weniger hatte ich Lust, mich daran zu setzen, da ich gedanklich schon ganz woanders war. Blöd. Weil das Event was Besseres verdient hat.

Denn es war großartig. Ganz und gar großartig. Dieses Gefühl einer kleinen Zeitreise. Die Autos, die, selbst wenn sie von Rost überzogen waren, immer noch eine Ästhetik, eine Schönheit ausstrahlten. Die schiere Kraft, die sich unter den Motorhauben verbarg, und die man erahnen konnte, wenn sie mit Donnern und Grollen auf den Hof gefahren kamen. Der Mustang. Die Menschen, die sich sowieso alle kennen und schätzen, und die in Erzählung und Auftreten – Pettycoats, Tollen, umgeschlagene Hosen – allesamt in der Vergangenheit schwelgen.

Die Knochenarbeit, wenn man sowas zum ersten Mal macht und noch nicht weiss, wie man stundenlang entspannt photographieren kann. Das ständige in-die-Hocke—gehen und daraus wieder aufstehen, und schon zu ahnen, dass der nächste Tag nicht angenehm werden wird – es sollte übrigens fast eine ganze Woche dauern, bis ich wieder normal gehen konnte. Das erste Betrachten der Photos am Bildschirm, mit diesem zufriedenen Gefühl, etwas Schönes zu sehen. Erst jetzt bemerken, dass der Mustang unberührt blieb, und sich so richtig ärgern, dass man darauf reingefallen ist, sich mehr Gedanken um die Photos zu machen als um den Event selbst. Am nächsten Tag bei den Oldtimertagen nachholen. Picard hatte Recht.



Nur ein paar Impressionen, mehr gibt es bei Flickr.
Bei den Bildern wird der Wunsch nach einem gescheiten Weitwinkelobjektiv mal wieder größer ;)
Schön eingefangene Eindrücke.
Tolle, tolle Bilder!
“und sich so richtig ärgern, dass man darauf reingefallen ist, sich mehr Gedanken um die Photos zu machen als um den Event selbst.” … weswegen ich mir vor Veranstaltungen immer gut überlege ob ich die Kamera mitnehme.
Manchmal bleibt einem aber auch nichts anderes übrig, als zwei Runden zu drehen und beim zweiten Mal die Knipse einfach wegzustecken.
In der Tat schade, dass es so lange gebraucht hat – sind wirklich fantastische Bilder geworden. Woher hattest Du die Infos zu dem Treffen? Ich krieg hier nix mit ;)
kenn ich, sind aber grandios!
@robert: In der Nähe vom Knaack hing mal ein Flyer vom Roadrunners Paradise, quasi der Club/die Bar zu der ganzen Szene und auf deren Website kommt man dann gut weiter.
@Jeriko: Cool. Danke Dir!
Och, soo cool das alles. Die Autos, die Menschen, das alles. Echt klasse :D
Abgekürzt: Rod’s & Musclecars = <3
:)
Bin selbst kein Fotograf, aber die Bilder sind super! Insbesondere Männer, die sehen so.. englisch aus!