
I love street photography. I like to capture real moments as they happen on the fly; taking everyday mundane moments and turning them into cinematic movie scenes. I like the challenge it presents and not knowing what I’ll get or who I’ll meet in the process.
Dom Cruz gelingt das Kunststück, simple, ordinäre Situationen auf der Straße zu nehmen und sie wie eine Szene aus einem Film wirken zu lassen, und damit auch meine Phantasie anzuregen, was als nächstes passieren könnte. Mir lag es die ganze Zeit auf der Zunge, aber erst als ich ihn vor kurzem wieder gesehen habe ist mir eingefallen, dass mich seine Photos unheimlich an den Film Collateral (und damit eigentlich noch viel mehr an Public Enemy, ebenfalls ein Film von Michael Mann) erinnern. Großartiges Post-Processing, kann man nicht anders sagen.


Angefangen hat er mit einem 70-200er f/4 Linse, meistens komplett offen, um die Person von der Szene gut freistellen zu können. Das hat die ersten paar Monate auch ganz gut funktioniert, dann folgte eine 135mm f/2 Festbrennweite, um schneller sein zu können, und, wie er mir schrieb, weil er fast nichts mehr tun muss, um den Filmeffekt zu kriegen.

Er macht dabei keine Anstalten, sich zu verstecken, steht meist direkt auf dem Bürgersteig, manchmal sogar auf der Straße. Manchmal bemerken die Menschen ihn, manchmal auch nicht, er lässt sie aber immer wissen, dass sie gerade photographiert wurden. Freundlichkeit sowie Höflichkeit ist dabei das Allerwichtigste, wie er mir mitteilte: er ist immer offen für ein Gespräch mit den Personen oder anderen, die sein Tun interessiert verfolgen, und hat immer Visitenkarten dabei, damit die Photographierten das Ergebnis später auch betrachten können. Ob er schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat? Nein – es gab Personen, die nachträglich den Wunsch äußerten, dass ihr Photo gelöscht wird, aber nie wurde er deswegen verbal oder physisch angegriffen. Eine positive Einstellung hilft beiden Seiten. Finde ich gut.

880 Photos umfasst der Flickr-Stream von Dom Cruz, aber ich kann auch versprechen, ihr werdet nicht enttäusch sein.
Kriegt man direkt Lust aufs Nachmachen..
Sehr schöne Bilder, klasse Effekt!
Coole Bilder! Fast nicht zu glauben, dass er die einfach nur so auf der Straße fotografiert.
Ich hab sowieso ne Schwäche für den Filmlook… ;-D
Wow, das sind wirklich tolle Bilder. Die Geschichte die sie erzählen, spielt sich dann schön in den eigenen Gedanken ab.
Ich will gar nicht zu sehr auf die Fotos eingehen, allerdings spielt sich Street Fotografie in ner Brennweite zwischen 28-50mm ab. Man wird durch den direkten Kontakt mit den Leuten auch Teil des Ganzen. Die Fotos sind ok zweifelsohne – das 135L ist ja ein dankbares Glas mit schönem Bokeh. An der Crop-Kamera wird das dann zu einer Brennweite mit ~220mm. Das hat für mich absolut nichts mehr mit Street zu tun. Gestalterisch ebenfalls nichts, was man anderswo nicht schon wesentlich besser gesehen hätte. Er kann es ja auch besser wie man in seinem Flickr Stream sehen kann. Selektive Schärfe ist nicht gleich Filmlook ;-) Kann den Hype jetzt nicht nachvollziehen.