
Flattr, um es in aller Kürze zu erklären, ist ein neuer Micropayment-Service, mit dem wir unsere Anerkennung für Inhalte in Form von Geld zum Ausdruck bringen können, im Gegensatz zu beispielsweise dem Facebook Like-Button. Jeder angemeldete User bestimmt einen monatlichen Betrag, den er dann im Laufe eines Monats über den Flattr-Button auf Websites an andere gleichmäßig verteilen kann. Wenn ich beispielsweise 10€ habe und bei zwei meiner Meinung nach echt tollen Beiträgen auf den Flattr-Button klicke, erhält jeder der beiden Betreiber jeweils 5€. Klicke ich in einem Monat auf gar keinen Button wird das Geld gespendet. So einfach ist das. Umgekehrt kann ich den Button auch bei mir einbauen und darauf hoffen, dass andere meine Beiträge toll finden.
Ich bin dabei allerdings sehr zwiegespalten. Es ist zwar so, dass ich, seit ich selber photographiere, auch wieder verstärkt darauf Wert liege, eigene Inhalte zu produzieren. Auch liegt mir viel daran, jeden Photographen, und jedes Portfolio, dass ich euch vorstelle, im bestmöglichen Licht zu präsentieren, eine simple Anreihung von Bildern mit einem Standard-08/15-Satz ist nicht mein Ding, dann könnte ich auch gleich ein Tumblelog aufmachen.
Diese Vorstellungen machen aber immer noch den größten Batzen hier aus. Es sind also nicht meine Inhalte, stattdessen mache ich euch eigentlich nur darauf aufmerksam. Und darunter den Flattr-Button setzen würde bedeuten, dass ich mit fremden Inhalten Geld machen würde, was mir einfach zuwider wäre. Ich habe es vor einem guten Jahr bei Design You Trust angekreidet – zugegeben, die unsägliche Werbung als Overlay auf Bildern haben sie nicht mehr, was aber nichts an der grundsätzlichen Aussage ändert – und bin auch weiterhin dieser Ansicht. Und ich denke, dass ich den Photographen dann auf einmal auch einiges erklären müsste, warum ich mit ihren Photos direkt Geld mache.
“Aber du kannst den Button doch auch für die ganze Seite einbauen!” – stimmt. Aber will ich das? Natürlich macht es Arbeit, sich durch Hunderte von Feeds zu wühlen, durch unzählige Flickr-Streams, mit Photographen in Kontakt treten, Genehmigungen einholen, schreiben, Ideen austüfteln, noch mehr schreiben und so weiter und sofort – wobei ich das ganz ehrlich nicht als Arbeit bezeichnen würde, mir macht das hier einfach nur Spaß – aber am Ende des Tages ist das Ergebnis, dass das Verhältnis von eigenen Inhalten zu “fremden” ungleichmäßig zugunsten des Letzteren ist. Und auch dann würde ich mich dabei einfach nicht wohl fühlen, wenn ich dafür Geld nehmen würde.
Was mich aber am meisten beschäftigt ist, dass wann immer ich von Flattr lese das Wörtchen “Anerkennung” fällt. Anerkennung in Form von Geld. Und auch hier frage ich mich: Will ich das überhaupt? Also Anerkennung in Form von Geld? Und da ist meine Antwort eigentlich recht klar: Nein, will ich nicht. Jeder Kommentar, jeder Retweet, jede Antwort, jeder Facebook-Like ist für mich Anerkennung genug, ein Zeichen, dass das, was ich hier mache, euch gefällt.
Ich muss von Jeriko nicht leben, und ich habe auch gar kein gesteigertes Interesse daran, großartig durchzustarten und mich zu professionalisieren, auch wenn einige mir das schon geraten haben. Es gibt ein paar Textlinks in der Sidebar, das reicht mir völlig, mehr brauche ich nicht. Keiner erwartet, dass ihr darauf klickt, es geht den Websites dahinter eher um den Backlink von einem Pagerank-starken Blog. Wenn sie weg wären wärs mir auch egal (Funny Story am Rande, einer der beiden Vermarkter hatte mich vor kurzem angeschrieben, ich solle doch die Kennzeichnung entfernen bzw. die Links woanders platzieren. Ich hab dann gekündigt.). Abgesehen davon bemühe ich mich im Moment um ein Sponsoring, was euch und mir zugute kommen soll und vor allem nicht finanzieller Natur sein wird. Das ist alles, was ich in diese Richtung unternehme. Es geht mir hier um den Spaß an der Sache, nicht ums große Geld.
Flattr mit Professionalisierung zu vergleichen ist etwas müßig, ich weiss, da es gerade dem eigentlich entgegen steht, trotzdem ist es eine Frage des Geldes. Und ich finde die Idee von Flattr tatsächlich auch sehr gut, genauso wie beispielsweise AdTaily, also eigentlich alles, was sozusagen direkt von User zu User geschieht, ohne Mittelsmann, und bin überzeugt davon, dass das groß raus kommen wird, sobald es die geschlossene Beta-Phase verlässt. Ich habe eben auch einen Invite bekommen und werde sicher dem ein oder anderen Blog ein paar Euro darüber zukommen lassen. Aber hier, wo fremde Inhalte dominieren… nein, nicht so schnell. Dafür überwiegen meine Zweifel zu sehr.
Tatsächlich seh ich das soagr ziemlich genau so, wie du. Wenn ich mit einer Sache, die mir Spaß bringt, die ich einfach nur so begonnen habe, weil es mich interessierte, Geld verdiene, dann wird das für mich irgendwie… unrein? Ich weiß nicht, ob es das Wort ist, was ich da suche, aber es passt schon irgendwie. Wenn nämlich Geld dahinter steht, dann hat man ja auch den Drang, dieses zu vermehren – das liegt einfach in der Natur des Menschen und ist per se auch erstmal gar nicht schlimm. Schlimm ist es halt nur, wenn dadurch die Qualität von etwas leidet, was man eigentlich nur aus Spaß macht/angefangen hat.
Klar geschieht es hier alle zwischen den Usern, aber irgendwie ist das doch unterm Strich alles das Selbe.
Sponsoring finde ich da auch besser… ich mag Geschenke. Die sind steuertechnisch auch am Ende nicht so problematisch ;)
Ich bin da auch ein bisschen zweigeteilter Meinung, aber vertraue einfach mal auf die Intelligenz des Nutzers. Als Nutzer erkenne ich ja, was vom Autor selbst erschaffener Content ist bzw. was besonders aufwendig ist und daher auch Anerkennung/Aufmerksamkeit verdient.
Eine Möglichkeit wäre natürlich nur für wirklich eigene Beiträge einen Flattr-Button einzubinden, allerdings muss das dann wieder manuell passieren und anders gecodet werden. Einfach unter jeden Beitrag so einen Button zu setzen ist doch ein ganzes Stück einfacher. Außerdem ist sowas ja immer sehr subjektiv …
Obwohl ich kaum schreibe und bei mir genauso wenig im Blog gelesen wird, habe ich diesen Button bei mir eingebaut. Nicht weil ich große Einnahmen erwarte oder überhaupt Geld machen will, sondern um das System zu verbreiten. Flattr wird nämlich nur attraktiv, wenn auf vielen Seite die Möglichkeit besteht zu „flattrn”. Ob ich den Button behalte, wenn Flattr populär geworden ist und ich wieder Zeit habe zu schreiben und zu fotografieren, weiß ich allerdings auch noch nicht, da dieser Fade Beigeschmack des Geld machens bleibt.
Klar kostet Hosting und in der Photographie die Ausrüstung enorm, aber das würde ich nicht durch Leser finanziert haben wollen, dazu ist es eben Hobby und nicht Beruf.
@Marco: Moment, ich hätte überhaupt kein Problem damit, einen Flattr-Button hier drunter zu setzen, wenn ich nur mit eigenen Inhalten hantieren würde (z.B. finde ich den Button bei UARRR durchaus angebracht!), noch habe ich generell ein Problem mit Werbung auf Blogs. Ich denke auch nicht, dass automatisch ein Zwang entsteht oder die Qualität darunter leidet. Ich habe für mich einfach nur ein Problem damit, mit fremden Inhalten Geld zu generieren, denn da hört für viele der Spaß dann doch auf.
Aber das ist so ne Metadiskussion, die wir seit Jahren schon führen, und ein Ergebnis werden wir wohl nie kriegen ;-)
Erst wollte ich schreiben: Alles kein Problem. Bei längerem Nachdenken, glaube ich aber, dass manche dann schon ein Problem damit hätten.
Denn anders als bei der Werbung (die ja an sich auch auf der Seite und neben dem Artikel prangert und womit auch Geld verdient wird), “honoriert” man bei flattr ja direkt den Artikel.
Ich mein ich fände es ok, da Du damit ja auch Arbeit hast, wenn auch mit Spass (wobei der eigentlich bei jeder Form von Arbeit vorhanden sein sollte ;) ) und dem Künstler auch Ruhm und Ehre bringst.
Wenn flattr irgendwann die Welt erobert hat und jeder nen Account hätte, könnte man individuell auch unter die gefeaturten Artikel den flattr-Button des jeweiligen Künstlers positionieren.
@basti: Aber ohne den Künstler würde es den Beitrag gar nicht erst geben, und damit auch nicht den Flattr-Button darunter, der sich direkt darauf bezieht.
Habe mir auch schon eine Menge Gedanken zu dem Thema gemacht. Unser Blog ist ja auch die reinste Linkschleuder und deshalb habe ich die gleichen Gedanken/Überlegungen, die du hier auch aufgeführt hast.
Ich denke ich werde (nachdem ich mir das alles nochmal gründlichst überlegt habe), entweder die gleiche Entscheidung wie du treffen und selbst keinen flattr Button einbauen, mein Kontro trotzdem nach Belieben füllen und verteilen oder den Weg gehen, den Heini schon vorgeschlagen hat. Ich richte ein eigenes Template ein, dass den flattr Button integriert hat und verwende dieses dann nur bei wirklich selbst verfassten Inhalten. Wäre ein guter Kompromiss glaube ich …
@Jeriko: Und ohne Blogs wie diesen, vielleicht auch weniger Traffic auf deren Seiten.
Ich mein Du haust ja nicht nur nen Link raus, sondern machst Dir auch Gedanken und schreibst was Gutes dazu.
Aber es stimmt schon. Wäre ich in Deiner Situation, würde ich mir wohl die selben Gedanken machen und letztendlich zu dem gleichen Schluß kommen.
@Jeriko: Ich hätte damit, eben auch bei eigenem Inhalt, irgendwie schon ein Problem. Ich weiß auch nicht – das ist wohl so eine grundsätzliche Sache. Bei Werbung im Generellen sieht das für mich aber auch schon wieder anders aus, sofern ich damit halt nicht Geld verdiene. Also das Geld im Speziellen ist irgendwie mein Problem. Ach ich weiß doch auch nicht. Du hast schon Recht, dass das eine Diskussion ist, die man lange führen kann. Ich diskutiere da mit mir selbst ja schon eine ganze Weile *g*
@Heini: Du vertraust auf die Intelligenz des Nutzers? Das ist natürlich sehr mutig :P
Ich sehe das grundsätzlich genau wie Du. Mir wird jetzt schon schummerig, wenn ich an die CC-Musikblogs denke, die sich dann einen flattern lassen, was unweigerlich kommen wird. Ansonsten ist es einfach madig, sich für Dinge, die andere schaffen, bezahlen zu lassen.
Allerdings meinte der Kollege eben zu mir: “Hau das Ding doch einfach nur unter wirklich eigenen Content; Musik, Fotos, Storys.” Darüber werde ich in der Tat nachdenken.
Du müsstest den flattr-Button ja nicht unter jeden Artikel packen, sondern könntest ihn ausschließlich unter komplette Eigenproduktionen legen. Du könntest sogar sow weit gehen, den flattr-Button des jeweiligen Fotografen unter die Fotos zu hängen, sodass sie von einem Posting auf deinem Blog direkt profitieren würden.
Doch, das könnte schon eine spannende Sache sein.
(Viel spannender ist es sicherlich noch für die Macher, die darauf hoffen können, dass ein Teil des montalich eingezahlten Geldes nie wieder ausgezahlt wird, weil es immer nur kursiert.)
deine einstellung ist mal wieder sehr löblich. dachte allerdings, dass man den (ziemlich hässlichen) button pro eintrag dazuschalten kann, O.o? bei deinen eigenen foto-beiträgen bzw. persönlichen geschichten würde ich das ding schon gerne sehen und auch drücken können.
Du sprichst einen Punkt an, über den ich mir bisher kaum Gedanken gemacht habe. Dabei hast du natürlich völlig recht, dass sich die Buttons nur bei selbst erstelltem Content, auf den man in irgendeiner Weise auch stolz ist, lohnen. Ganz verwerflich finde ich Flattr allerdings nicht, da gerade die Möglichkeit des Users, nur für das zu “spenden”, was ihm gefällt, eine viel direktere Zuteilung von Anerkennung ermöglicht, als über Banner etc.
Lösungsvorschläge wären also, wie die Kommentatoren vor mir ja schon angesprochen haben, den Button pro Artikel einzubauen oder nur einen für das gesamte Blog anzubieten. Ich finde gerade letzteres in deinem Fall gar nicht schlecht, da man so die ganze Arbeit honorieren kann, die du dir allgemein beim Aussuchen der Fotografen, Schreiben von Texten und eigenem Fotografieren so machst.
Ich muss mir allerdings sowieso das WP-Plugin noch eimal genauer ansehen, so ganz hat das bisher bei mir nicht geklappt. Ich werde nach deinem Text aber auf jeden Fall viel überlegter an das Thema herantreten als bisher geplant.
In diesem Sinne Danke für den Denkanstoß :D
Ich würde es so machen, wie schon oben angesprochen: Den Flattr-Button bei eigenem, echten Content reinsetzen, sonst nicht. Sollte sich über individuelle Templates für die Artikel doch recht leicht lösen lassen. In Textpattern wär das gar kein Problem, da kann ich beim Artikel sagen, wenn er ein anderes Template verwenden soll.
Ich gehöre auch zu den Befürwortern eines Flattr-Buttons in Artikeln mit ausschließlich eigenem Inhalt – so selten ist das ja nu auch nicht bei dir. Dieser Artikel hier ist beispielsweise toll und hat bereits mehrere Leute zum Denken angeregt. Sowas honoriere ich durch einen Druck auf den Like-Button und selbst als arme Wurst, die ich bin, auch gerne mit ein paar Cent. Wenn die Trennlinie zwischen eigenen und fremden Inhalten deutlich genug ist, seh ich kein Problem.
Filtern ist auch Arbeit. Auch die Profis verbringen einen ganzen Teil ihres Tags damit, die Feeds von DPA, Reuters, etc, zu scannen, die interessanten Themen rauszusuchen und dann Artikel dazu zu schreiben. Unterschätz den Teil nicht.
Wenn Du Werbung verkaufst (siehe unten), warum kein Flattr Button? Wenn die Leute meinen, dass du nur Link schleuderst, werden sie schon nicht zahlen. Wenn die Leute meinen, du machst eine sinnvolle Aufgabe, die es ihnen zum Beispiel erspart, noch weiter 20 Feeds zu scannen, dann werden sie zahlen. Und wenn dir das alles nicht passt, spende das Geld doch einfach. Kannst sogar deine Leser entscheiden lassen, wofür.
Was du jetzt aber machst, ist irgendwie genau das, was ich an Kachingle so mag: Man muss sich nicht permanent Gedanken machen, was man unterstützt und was nicht. Ich kachingle einen Blog und meine 5 Dollar im Monat werden nach Anzahl der Visits auf die kachingelten Blogs verteilt. Beim Flattr-Button macht man sich wieder Gedanken und wenn man Pech hat, vergisst man vor lauter Gedankenmacherei das Bezahlen …
mh.
Viele tolle Künstler würde ich ohne dich nicht kennen. Und wie egghat schon sagte: “Filtern ist auch Arbeit.” Deine Entscheidung ehrt dich, aber niemand (vernünftiges) würde dir einen Flattr-Button ankreiden. Diesen Artikel hätte ich (sagt man?:) geflattert.
schwieriges thema, wie immer wenn es um liebe geld und verwertungsrechte geht…
aber ich denke (und da schließe ich mich einigen vorrednerInnen an), dass du so einen button auf jeden Fall einbinden könntest. Du postest ja nicht dinge, um dich selbst zu profilieren, sondern um andere menschen ins rampenlicht zu stellen und auf sie hinzuweisen..
Sehr schwierig wird es meiner meinung nach erst wenn content eins-zu-eins von anderen seiten übernommen wird – ohne kommentar und vielleicht sogar noch ohne backlink…das wäre dann böse damit auch noch geld verdienen zu wollen, was dann allerdings wiederrum sicherlich nicht passieren würde…
ich finde diesen flattr dienst sehr interessant – für mich und meinen blog ist das allerdings nicht geeignet…
Die Einstellung finde ich gut und richtig. Deshalb habe ich Flattr bei mir so integriert, daß der Button nur unter eigenen Inhalten eingeblendet wird, weil ich ebenfalls nicht die Lorbeeren für anderer Leute Arbeit ernten möchte.
Eine sehr löbliche Einstellung, keine Frage. Ich würde es dennoch sehr begrüßen, wenn du den Dienst bei dir im Blog einbinden würdest.
Zum einen machst du dir, wie oben schon erwähnt, allein schon mit der Recherche viel Arbeit und stellst nicht bloße Linksammlungen hier ein. Zum anderen finde ich diesen Dienst sehr unterstützenswert, da ich denke, dass dadurch die Qualität der Blogbeiträge insgesamt steigen wird, da Blogschreiber durch eine kleinen Obolus noch mehr motiviert werden, gute Beiträge zu verfassen.
Bei Flattr gehts ja eigentlich um minimalst Beiträge (1 – 10 Euro) und von daher eigentlich kein großer Verlust. Jedoch! Jedoch, wenn ich flattrn würde, und ich würde keine Flattr zurückbekommen, wäre ich irgendwie traurig. Und nur weil ich meine ich muss diesen Dienst nutzen, meine Art und Weise wie ich blogge zu ändern, damit die Chance erhöht werden, dass ich geflattrt werde O.o
Nenenene,…
Da bleib ich doch lieber ein No-Name-Blog.
Vielen Dank für euer Feedback! Ich antworte jetzt nicht jedem einzeln, da sich vieles doch wiederholt hat, will aber auf jeden Fall auf ein paar Punkte eingehen:
Eine kurze Anmerkung, ich habe oben in dem Zusammenhang öfter das Wörtchen Professionalisierung benutzt, denke aber, dass man das getrennt von Werbung bzw. dem Geld machen sehen sollte. Ein Blog kann professionell sein und trotzdem nur als Hobby betrieben werden, umgekehrt kann man auch mit Schrott Geld verdienen. Sorry wenns da Verwirrung gab.
@Max hatte vorgeschlagen, den Flattr-Button den Photographen zukommen zu lassen, eine Idee, auf die ich tatsächlich noch gar nicht gekommen bin, und die ich im ersten Moment sogar sehr reizvoll fand, beispielsweise auch bei Gastbeiträgen. Aber: so sehr es mir egal ist, ob ich mit diesem Blog Geld verdiene, so wenig möchte ich es eigentlich, dass andere es tun. Bitte versteht das nicht falsch, ich will nicht die Lorbeeren für die Arbeit anderer einheimsen oder sowas, aber ich muss mich bei dieser Möglichkeit dann auch jedes Mal fragen, ob jemand nur wegen dem Geld einen Beitrag hier haben möchte, oder aus dem Gedanken der Vernetzung, dem Geben-und-Nehmen heraus, was ja mein eigentliches Ziel ist. Ich schließe das nicht kategorisch aus, es gäbe ja auch die Möglichkeit eines Multi-Autoren-Blogs, aber ich will nicht so enden wie andere, bei denen nur wegen Backlinks o.ä. gepostet wird, nicht wegen den Inhalten.
Zum Thema Werbung vs. Flattr: ich sehe Flattr nicht als Werbung, und der Dienst selber meiner Meinung nach auch nicht. Werbung ist für mich eine Begleiterscheinung in einem Blog, die die Inhalte nicht beeinflussen sollte, und daran halte ich mich hier auch. Ich habe kein gesteigertes Interesse, dass ihr die Werbung bemerkt, ich drück sie euch nicht aufs Auge, und ob ihr drauf klickt oder nicht ist mir tatsächlich egal, denn dadurch ändert sich für mich nichts. Es ist eine Begleiterscheinung, die mit dem Rest des Blogs nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Das könnte sich mit einem oben schon genannten möglichen Sponsoring ändern, das würde ich euch aber auf jeden Fall auch mitteilen.
Flattr-Button unter eigene Inhalte: Ich musste am Montag abend auch ein wenig grinsen, als mir der Gedanke kam, dass gerade unter diesem Beitrag der Flattr-Button wohl funktioniert hätte. Aber ich wiederhole mich gerne: ich will euer Geld nicht. Wollte ich noch nie. Ich hätte mit Ausdruck damals Geld machen können, aber ich wollte es nicht. Ich könnte den Flattr-Button unter eigene Inhalte packen und damit ein wenig Geld machen, aber ich will es nicht. Ich finde es auch ein wenig schräg, dass jetzt viele fragen, wie man sich denn sonst erkenntlich zeigen kann, so als ob es vor Flattr keine Möglichkeit dazu gegeben hätte.
Schreibt Kommentare. Schreibt Mails. Schreibt Tweets. Spread the word. Lasst die Leute einfach wissen, dass ihr das, was die da so machen, gut findet. Es klingt so banal, ja, aber selbst an einem so verregneten Tag wie heute scheint innerlich die Sonne, wenn ich eine Mail o.ä. lesen darf, in der meine Arbeit, die ich hier reinstecke, wertgeschätzt wird.
“Schreibt Kommentare. Schreibt Mails. Schreibt Tweets. Spread the word. Lasst die Leute einfach wissen, dass ihr das, was die da so machen, gut findet. Es klingt so banal, ja, aber selbst an einem so verregneten Tag wie heute scheint innerlich die Sonne, wenn ich eine Mail o.ä. lesen darf, in der meine Arbeit, die ich hier reinstecke, wertgeschätzt wird.”
Genau das ist der größte Antrieb und Lohn den man bekommen kann. Deswegen kommt flattr für mich auch kein Stück in Frage.
Du beschreibst in deinem Beitrag, wie du Links explizit wegen des Pagerank-Effekts vermietest. Ich kann solche Links in deinem Blog gerade gar nicht entdecken, waere aber generell sehr vorsichtig, da diese Art der Vermarktung gegen Google-Richtlinien verstoesst. Im schlimmsten Fall riskierst du damit eine Abwertung in den Suchergebnissen bzw. den kompletten Ausschluss aus dem Google-Index.
Siehe z.B.: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66736
PS: Mein Kommentar sollte jetzt keine Denunziationsanleitung fuer missguenstige Konkurrenzblogger sein; du darfst ihn gerne loeschen bzw. gar nicht erst freischalten. Gruss aus Friedrichshain!
@Simon: Nicht explizit, aber ich gehe davon aus, dass die Kunden es deswegen tun. Das übrigens schon seit mehreren Jahren ohne Auswirkungen, also sehe ich dem relativ gelassen entgegen.