Montag, 10. Mai 2010

Hot Rod Decadence 2010 – Vorschau

Das Wochenende liegt mir noch hart, nein, sehr hart in den Knochen, aber ich kann schon jetzt sagen, dass es sich voll und ganz gelohnt hat. Den Anfang hat der Samstag bzw. die Hot Rod Decadence gemacht, dem, so hab ich mir sagen lassen, Gipfeltreffen für historische US-Boliden, zu dem alljährlich der Roadrunners Club in Berlin lädt. Und irgendwie war das Tor zum Gelände der ehemaligen Königstadtbrauerei auch eine Zeitschleuse.

Und ich mittendrin. Und mit jedem Wagen, der auf den Hof fuhr, wurde es nur noch besser, auch wenn der König von allen – 1967 Ford Mustang in dreifacher Ausführung – schon da war, als ich gerade erst ankam. Es war laut, die Wagen stinken, sie sind größer, breiter, länger und jenseits von Gut und Böse, und ich hatte die ganze Zeit dieses Glänzen in den Augen und ein Grinsen auf dem Gesicht. Geht mir weg mit japanischen Schleudern und italienischen Superboliden, das hier sind Autos! Und die Fahrer sowieso – das hier ist ein Stück Lebensstil, nicht nur das bloße Besitzen eines Oldtimers.
Also draufgehalten was das Zeug hielt, was blieb mir auch anderes übrig, die Fähigkeit, ein Bild bereits im Kopf entstehen zu lassen, fehlt mir ja immer noch. Mal versucht, nach den Regeln der guten Komposition zu schiessen, dann wieder so, wie es mir gefallen könnte. Jaja, ich weiss, ich sag ja selber gerne dass ichs toll finde, wenn Bilder bereits in der Kamera entstehen und man nicht jeden Grashalm einzeln ablichten sollte, aber wenn ich doch die Möglichkeit habe… sind es bei Events sonst eher so zwischen 280 und 300 Photos waren es dieses Mal knapp 700. Hier hab ich dann auch zum ersten Mal erfahren müssen, dass Photographieren auch wirklich anstrengend sein kann – ständig in die Hocke gehn und aus der Position wieder hochkommen haben am Tag danach ihren Tribut gefordert: ich bin beim Aufstehen einfach mal umgefallen, weil die Beine nicht mehr wollten. Was solls.

In Lightroom habe ich dann mit Collections gearbeitet – ebenfalls eine Premiere – da es sich ja für unterschiedliche Wagen einfach anbietet. Bisher hat mir die Verzeichnisstruktur nach Datum gereicht, aber bei der Masse an Photos wirds doch etwas unübersichtlich, zumal ich die Boliden ja nicht schön der Reihe nach abgelichtet habe. Das Sichten und Bearbeiten kommt jetzt im Laufe der Woche – ich hab allerdings noch eine Idee, was man neben dem schnöden Upload bei Flickr und der Präsentation hier auf dem Blog noch damit anstellen könnte. Mal sehen.

8 Kommentare

  1. Marc

    WOW! Ich mag diese S/W-Farbe Fotos eigentlich nicht aber dass ist der Hammer – einfach FETT! wie ich finde :) da wäre ich auch gerne gewesen am Wochenende…aber die 600km Fahr sprechen dagegen :P werde mir die Bilder anschauen wenn du noch mehr dazu packst!

    Großartig!

    Grüße und eine schöne Woche!
    Marc

  2. Laney

    na das foto ist schonmal sehr vielversprechend! ich liebe auch solche autos. leider haben sie nicht grade den umweltfreundlichsten motor :-P

  3. Jeriko

    So gut wie alle Photos sind Weitwinkel. Ich hatte zwischendurch auch mal die 50mm Festbrennweite drauf, dann aber mehr für die Menschen drumherum.

  4. Marco

    Ich sehe, wir haben einen sehr, sehr ähnlichen Geschmack, was Autos angeht… *g*
    Allerdings gibt es auch einige sehr schicke Japaner, das muss man nun wirklich auch mal zugeben… ;)

  5. Torsten Stolze

    Das Bild gefällt mir!
    Bin auf weitere gespannt… :-)

  6. farbanomalie

    Du kannst ja mal in den Artikel schreiben, dass die Technik “Colourkey” heißt, dann müssen sich die Kommentatoren nicht mit “SW/Farbe-Look” abmühen. ;)

    Endlich mal ein Colourkey, das wirkt. Meistens wirkt der Effekt einfach nur billig, finde ich. Bin gespannt auf den Rest und was du noch damit machst, nachdem du das so neugierig-machend angekündigt hast. :)

  7. stiller

    Ich gehöre ja nicht zu den Männern, die beim Anblick von Autos ins Sabbern und Gröhlen verfallen, aber der Mustang ist großartig!

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