
Vielleicht täusche ich mich auch jetzt, aber ich glaube, es ist schon wenig her, dass ich euch einen Photographen nur wegen seiner Motive vorgestellt habe, und nicht etwa wegen Besonderheiten in der Entwicklung oder im Ergebnis oder so. Bei Michael Corridore verhält es sich genau so, denn die Photostrecken, die er da schiesst, gefallen mir außerordentlich gut.

Falls “Dreamend” ein Überthema hat, dann wohl eins, was jeder für sich selber finden muss. Von Häusern bei Nacht über weite Landschaften bis hin zu diesem Bild, das auf mich so absurd wirkt: da stehen mitten in der Pampa eine Reihe von Briefkästen, und weit und breit sind keine zugehörigen Häuser erkennbar. Größer, weiter, höher, das trifft in den USA nicht nur auf die Großstädte zu.

“Nowhere” handelt von den Fußspuren, die wir als Menschen in der Natur hinterlassen, die vielleicht mal einen kleinen Traum von ihnen abgebildet haben, mittlerweile aber nur noch ein Schatten ihrer selbst sind, weil die Natur sich wieder zurückgeholt hat, was ihr zusteht.

Und natürlich “Whitesville”, die Salzwüste von Utah, die einmal im Jahr in Bonneville Schauplatz für Geschwindigkeitsrekorde wird, und die mich mit dieser endlosen Weite, in der nichts, aber auch wirlich gar nichts vorhanden ist, nach wie vor begeistern kann. Corridore legt seinen Fokus auch genau auf diese Weite, im Gegensatz zu beispielsweise Christopher Wilson, der sich auf einzelne Objekte spezialisiert hat.
ich kann euch das Portfolio von Michael Corridore wirklich ans Herz legen, und seine Personal Works sind mit etwa 70 Bildern auch in einer Größe, die man gut in einer Mittagspause aufnehmen kann. Gefunden bei BOOOOOOOM!
Wow vielen Dank für diesen Tipp. Das letzte Foto ist total Klasse :)
Danke für diese interessante Vorstellung.
Besonders das letzte Bild bzw. sein Minimalismus gefällt mir.
Eine grundsätzliche Frage hab ich allerdings:
Du veröffentlichst hier ja ziemlich viele Bilder und ich nehme mal an, dass der Großteil davon nicht unter CC steht.
Holst du nun von jedem Fotografen einzeln die Erlaubnis ein, die Bilder hier zeigen zu dürfen oder zeigst du sie einfach und hoffst das beste, da es ja nichts anderes als kostenlose und tolle PR für die Fotografen ist und du ja auch sehr vorsichtig mit den Credits etc. bist?
Würde mich mal interessieren.
@David: Vom Besten hoffen habe ich schon lange Abstand genommen, denn Rechtsabteilungen interessieren sich eher selten für gute Absichten. D.h. ich frage nach, ja (was so ganz streng genommen ja auch noch nicht reichen würde…). Die meisten sind aber auch froh, es im Vorfeld zu erfahren, da sie durch Fair Use eine eher andere “Behandlung” gewohnt sind. Aber das istn schwieriges und langes Thema – ich versuche mal, da einen Experten für einen Gastbeitrag zu gewinnen.
Gegenfrage, was meinst du mit “vorsichtig mit Credits”? Ich verlinke jeden Photographen, meistens auch mehr als ein Mal, und jede Quelle. Mehr kann ich ja auch nicht machen, oder meinst du was anderes?
Das meinte ich eigentlich. Wenn ich mir jetzt z.B. A&P anschaue, wo manchmal einfach nur Archiv dasteht (;
Jeden Fotografen einzeln anzuschreiben klingt nach viel, viel Arbeit. Umso toller, dass du dir diese Arbeit machst. Vielen Dank (:
Aloha,
das vorletzte Bild erinnert mich irgendwie sehr an die Location, die gestern bei GNTM zu sehen war. Die Location fand ich übrigens extrem toll. :)
Cheers, Andi