
Vielleicht bin auch nur mit zuviel Empathie gesegnet, oder eher gestraft, aber das mit dem Spaß haben fällt mir schwer, wenn andere um mich eher mies gelaunt sind. Vielleicht ein blödes Beispiel, aber da war 2007 dieses Nine Inch Nails Konzert, und Trent Reznor bricht Hurt ab, weil er sich von einem Fan bei seinem Song gestört fühlt. Darüber kann man jetzt trefflich streiten, aber das Konzert war danach irgendwie nicht mehr dasselbe. Klar, die Songs waren dieselben, die Show war die gleiche, aber ich wusste einfach, dass er da oben auf der Bühne steht und gepisst ist. Ja, ich habe Geld dafür bezahlt und könnte mich auf den Standpunkt stellen, dass es mir egal sein könnte, wie er drauf ist, solange ich meine Show kriege, aber das wäre doch so verdammt unpersönlich. Und das ist es eben nicht. Es war ein super Konzert, und dann eben auch nicht. Lache, und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein? Nicht bei mir.
Wahrscheinlich ist das auch mein größtes Problem mit Beauty-Photographie, dass sie hochprofessionell ist, aber eben auch völlig kalt, völlig leblos. Es hat den Anschein, als wäre es für beide Seiten, Photograph wie Model, ein Job unter vielen, nichts Besonderes, ohne Gefühl dahinter, so bescheuert das auch klingen mag. Und das schlägt sich dann auch bei mir als Betrachter wieder. Ja ja ja, jedes Shooting ist erst mal ein Job, weiss ich doch, aber trotzdem.

Vor ein paar Tagen bin ich über Five Deer auf den Flickr Stream von Litta-Victoria Hlcptrs gestoßen, und die beiden hier gezeigten Portraits verdeutlichen das ziemlich genau. Man könnte ja jetzt anmerken, dass das eine etwas überbelichtet ist und Details im Gesicht fehlen, das andere dagegen leicht unscharf ist und so weiter und so fort. So what? Sasha und Natasha stehen vor der Kamera und haben Spaß. Und dann hab ich automatisch auch Spaß. So ist das nämlich.
Perfekt! Die Fotos sind so unglaublich natürlich und voller Freude. So authentisch. Danke für den Flirckstreamtipp!
Danke für deine bedenklichen Worte…
Aloha,
*lach* Jaja, der Trent und sein Hurt… Johnny konnte es sowieso besser, wie die Pussy.
(Einmal NIN Backstage erlebt und seitdem verzichte ich gern auf sie, wenn ich ihre Musik auch mal mochte… zuviel zum Thema Umfeld und wie die Meinung/Laune kippen kann. ;))
Die Portraits sind der Hammer, nicht nur verdammt persönlich sondern auch noch wunderschön – wohl bildlich wie auch die Damen!
Viele Grüße, Andi
ich stimme all dem bei, was du sagst. Finde es schön inmitten der vvielen “Poser-Blogs” einen zu haben, der ehrlich schreibt was er denkt und wie er sich fühlt. Dank dafür.