
Markus Schwarze ist mir letzte Woche an einigen Stellen in der Blogosphäre aufgefallen, ein junger Photograph, der Menschen auf der Straße anspricht und Photos von ihnen macht, gesehen beispielsweise bei Kwerfeldein oder dem Stylespion, Martin von visuelleGedanken hat auch ein Interview mit ihm geführt. Eine sehr schöne Idee, auch weil meiner Meinung nach eine Menge Mut dazu gehört, und die ich zu gegebener Zeit sicher auch ausprobieren werde. Vielleicht. Okay, ja, wahrscheinlich nicht, schließlich bin ich ein kleiner Feigling. Und für den Moment dachte ich mir eigentlich auch nur, ich stelle euch mal den internationalen “Ableger” vor: Benoit Paillé.

Der 24 Jahre junge Kanadier sieht in den Menschen mehr als nur Motive, er möchte mit seinen Photos mehr vermitteln als bloß das Visuelle. Weswegen er auch Wildfremde auf der Straße anspricht, oder von Tür zu Tür geht und klingelt, die Menschen dabei auf dem kalten Fuß erwischt, eben genau so, wie sie auch normalerweise sind. Und es mag verrückt klingen, aber obwohl Paille mit den Menschen nur ein paar Minuten seines Lebens teilen wird, so wirken die Photos, als gäbe es diese Verbindung schon ewig, würde er sie schon ein Leben lang kennen. Und dann die Nachbearbeitung erst, die die Personen so richtig zur Geltung kommen lässt, in all ihrer Natürlichkeit, aber trotzdem irgendwie auf Hochglanz getrimmt. Ganz ganz großes Ding, wirklich!

Die Stranger-Serie umfasst derzeit 186 Photos und liegt bei Flickr. Gefunden bei FormFiftyFive.
Hammerbilder – thx für den Link.
Aber sag doch bitte mal: was (glaubst du) ist an den Fotos bearbeitet?
Ist da “nur” an den Farben gedreht worden oder mehr dran gemacht worden?
Diese fantastische Mischung aus Natürlichkeit und Hochglanz fällt auf, wirkt aber irgendwie nicht unecht, nicht gemacht. Aber wie macht man sowas?
Aloha,
du schaffst und packst das auch! Wenn du dich einmal überwindest und dir Absagen sowieso nicht an der Seele kratzen, dann ist das ganz einfach. Lernt man bei der Fotografie ja recht fix. Einmal überwunden geht das locker von der Hand. Kannst dich ja hocharbeiten… von der Einkaufspassage bis zum Ansprechen im Bus.
Ist schlimmer als man vorher denkt, sag ich dir aus Erfahrung. ;)
Viele Grüße,
Andi
@Peter/Blogwinkel: Er hat das bei 1x.com selbst beschrieben – ich bin da aber leider nicht ganz durchgestiegen, deswegen wollte ich es nicht wiedergeben. So wie ich es verstehe will von der Nachbearbeitung wie Hochglanz wirken, dabei aber auch die Natürlichkeit und ggf. auch die Hässlichkeit in den Vordergrund stellen, die normalweise durch die Nachbearbeitung ja verschwinden soll.
@Andi Licious: Es gibt da eine tolle Story bei dPS, Stepping Out Of Your Comfort Zone – ich würde mir ja wünschen, es wäre bei mir ähnlich, aber bei Nervosität neige ich dazu, wie ein kleiner Psychopath zu wirken :-)
ahh jetzt wird er hier endlich auch mal gepostet.
Nachbearbeiten tut er auf jeden Fall das Licht, wie es auf die Personen trifft. Bin immernoch nicht hintergestiegen wie er diesen “Blitzlook” ohne Blitz hinbekommt. Evtl soetwas wie die “Klarheit” nur auf die Person erhöhen… wäre schön wenn jemand hier mal ne Idee zum besten gibt =)
Boah, das letzte Bild hat so unglaublich was von “2001″… Die Farben, das “Outfit”, der Blick.
Wow, die Sachen von Markus Schwarze haben mir ja schon gut gefallen. Aber die Bilder von Benoit Paillé sind schon ein Knaller! Danke für den Link!
der Herr hat wirklich tolle Bilder im Set. Folge ihm bei flickr schon nun ne eine ganze Weile und staune jedes mal aufs Neue.
Die Idee & Umsetzung scheint gut gelungen zu sein.