Markus Schwarze ist mir letzte Woche an einigen Stellen in der Blogosphäre aufgefallen, ein junger Photograph, der Menschen auf der Straße anspricht und Photos von ihnen macht, gesehen beispielsweise bei Kwerfeldein oder dem Stylespion, Martin von visuelleGedanken hat auch ein Interview mit ihm geführt. Eine sehr schöne Idee, auch weil meiner Meinung nach eine Menge Mut dazu gehört, und die ich zu gegebener Zeit sicher auch ausprobieren werde. Vielleicht. Okay, ja, wahrscheinlich nicht, schließlich bin ich ein kleiner Feigling. Und für den Moment dachte ich mir eigentlich auch nur, ich stelle euch mal den internationalen "Ableger" vor: Benoit Paillé.

Der 24 Jahre junge Kanadier sieht in den Menschen mehr als nur Motive, er möchte mit seinen Photos mehr vermitteln als bloß das Visuelle. Weswegen er auch Wildfremde auf der Straße anspricht, oder von Tür zu Tür geht und klingelt, die Menschen dabei auf dem kalten Fuß erwischt, eben genau so, wie sie auch normalerweise sind. Und es mag verrückt klingen, aber obwohl Paille mit den Menschen nur ein paar Minuten seines Lebens teilen wird, so wirken die Photos, als gäbe es diese Verbindung schon ewig, würde er sie schon ein Leben lang kennen. Und dann die Nachbearbeitung erst, die die Personen so richtig zur Geltung kommen lässt, in all ihrer Natürlichkeit, aber trotzdem irgendwie auf Hochglanz getrimmt. Ganz ganz großes Ding, wirklich!

Die Stranger-Serie umfasst derzeit 186 Photos und liegt bei Flickr. Gefunden bei FormFiftyFive.