Dienstag, 02. März 2010

Cookie Splash!

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch noch an Siebe Warmoeskerken und seine Cookie Splash!-Photoserie, die ich euch letztes Jahr im Sommer hier gezeigt hatte. …okay, ja, ich hatte sie auch wieder völlig vergessen. Glücklicherweise hat Oliver mich indirekt wieder daran erinnert, der sowas bei sich zuhause auch probiert hat. Und wirklich schwierig ist es eigentlich nicht.

Das meiste Zeit hat eigentlich nur die Vorbereitung eingenommen, d.h. vor allen Dingen putzen. Geplant war, die goldene Stunde beim Sonnenaufgang mitzunehmen und ein paar tolle Farben im Hintergrund zu haben – die Fenster in der Küche gehen zur Ostseite raus – also sollten vor allem die Fenstergläser blitzblank sein. Der Tisch, sonst immer ein Hort von Krümeln. Die Tasse, da ich zuhause eigentlich nie Kaffee trinke und die French Press nur da habe, falls jemand anderes Lust darauf bekommt. Selbige übrigens auch, da seit bestimmt einem Vierteljahr nicht mehr benutzt. So gut sah diese Ecke der Küche seit dem Einzug nicht mehr aus.

Natürlich hat mich die goldene Stunde im Stich gelassen. Sah es zuerst noch sehr gut aus hat es sich pünktlich um 6:48 Uhr völlig zugezogen, nur noch eine graue Suppe mit schrecklichem Licht. Also warten bis es hell ist, Deckenlampe – immerhin Halogen! – an, merken, dass das Licht immer noch nicht reicht, noch ein Spotlight über die Objekte, und selbst dann mussten es schon ISO 800 sein, damit Auslösezeiten von 1/500 oder noch weniger drin waren – Rauschen inklusive. Dass meine D60 nur drei Photos pro Sekunde schafft hat mich nicht weiter gestört, selbst nach Gefühl gab es fast immer ein akzeptables Resultat. Dazwischen immer schön die Sauerei wegmachen, Tasse auffüllen und wieder von vorne.

Das war dann das beste Bild. In dem Kaffee schwammen mittlerweile mehrere Cookies und zwei Karottenstücke, und an die Wischerei danach wollte ich da noch gar nicht denken. In Lightroom habe ich den gewünschten Effekt erzielt, in dem ich die Helligkeit erhöht und den Kontrast verkleinert habe. Über eine Teiltönung – gelblich für die Highlights, während die Schattierungen bläulich sein sollten – kam ein wenig Weiche in das Bild. Bitteschön:

Ganz zufrieden bin ich nicht. Das Kondenswasser in der Kaffeekanne ärgert mich, da es dreckig wirkt, und mangels Stativ lag die Kamera gerade auf dem Tisch, wodurch die Komposition nicht so schön ist – die Tasse hätte für meinen Geschmack eine ganze Ecke weiter unten sein können. Aber vielleicht bin nur ich das: was sagt ihr?

Bei Flickr gibt es weitere Photos in besserer Auflösung. Und ich mach jetzt meine Küche sauber.

11 Kommentare

  1. S

    Falls du demnächst mal wieder jemandem zum Dreck machen brauchst… weisst bescheid ne..

  2. zimtsternin

    Für den ersten Versuch ist das doch schon gut gelungen. Ich hab das auch schon seit Monaten vor, aber mir fällt das immer erst abends ein…
    Ich finde die Komposition ansich mangels Stativ gut. Klar hast du unten nun viel Spielraum, aber finde ich nicht schlecht, dadurch dass der Tisch dunkel ist und du auch die Schatten der Tasse und der Kanne auf dem Bild hast.
    Wäre oben dieser Platz, wäre es mir persönlich wahrscheinlich zu hell.

    Beim nächsten Versuch kannst du vielleicht mal testen, wie es aussieht, wenn du die Kamera auf einen Stapel Bücher als Kameraersatz stellst.

  3. Andi Licious

    Aloha,

    sehr schick! Vor allem für den Anfang echt nice!
    Ich verbringe freie Minuten auch gerne mit solchen Spielereien… Spaß machen zB. auch auftreffende Tropfen oder auch größere Wassermengen die gerade den einen Boden auftreffen. Habe da mal eine Serie von gemacht sowie eine zum Spaß in einer 10/15 Minuten-Aktion in der Küche & Spüle. Habe ich glaube ich noch in meinem Blog die Galerie…

    Was mich allerdings an dem fertigen Bild etwas stört – wenn man das so sagen kann – sind die kleinen Tropfen rechts oben und das vllt. ein Tick mehr Tiefenunschärfe und weniger Tisch noch etwas mehr Spannung rein gebracht hätte. – Aber es ist auch so eine wirklich tolle Aufnahme!

    Viele Grüße,
    Andi

  4. Jeriko

    @Andi Licious: Die Aufnahme hab ich mit meinem Nifty Fifty gemacht, d.h. die Tasse musste ziemlich weit weg stehen, damit ich sicher sein konnte, den Splash auch komplett drauf zu haben. Natürlich auf Kosten der Tiefenunschärfe. Und das mit dem Tisch stört mich ja auch. Nächstes Mal dann :-)

  5. Tobias Wichtrey

    Wenn dich der Tisch und das Kondenswasser in der Kanne stören (die Kanne wirkt so wirklich etwas schmutzig), dann änder doch den Bildausschnitt, sodass nur die Tasse drauf ist. Habs grad kurz mit meinen Händen abgedeckt, und ich glaube, das sieht auch gut aus. :D

  6. basti

    Ich finde die Bilder klasse. Sehr cool geworden. Auch wenn Du kein Stativ benutzt hast. Klar nicht perfekt, aber ist ja auch erst der Anfang.

  7. Oliver

    Dass du die Sauerei immer wieder weg gemacht hast, ist ja sehr löblich – ich hab ja irgendwann einfach nur noch draufgehalten und den halben Tisch absaufen lassen ;)

    Ich finde das Ergebnis doch sehr gelungen, trotz künstlicher Beleuchtung kommt eine schöne, sehr morgendlich anmutende, Lichtstimmung rüber!

  8. Kai Müller

    Bestimmt ne schöne Übung, aber ich muss gerade schmunzeln. Wieso kopieren so viele exakt das Gleiche? Wieso denn immer Keks und Kaffee? Stell dir mal vor, wie geil das aussehen würde, wenn du sagen wir mal nen Hamster in so ne Goldfischkugel werfen würdest ;) (natürlich sollte er eine Rettungsweste tragen und es sollten mindestens 12 Tierschützer bei der Aktion anwesend sein)

  9. Jeriko

    @Kai Müller: Es war ja Karotte! Ist aber eine berechtigte Frage… vielleicht, weil Kaffee eine schöne Farbe hat, mit der sich ganz gut spielen lässt. Vielleicht auch der Gegensatz, die Harmonie des Frühstücks (der Pause zwischendurch etc…) und das “Chaos”, das die Sauerei anrichtet. Und Oliver hat ja auch mit Cranberry Juice experimentiert!

  10. Timo

    Sehr geiles Bild! Wirklich klasse! Auch als Wallpaper – macht Spaß beim Morgenkaffee :D

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