Gold von Carsten Witte sind eigentlich limitierte Artprints von Körpern, Gesichtern und Pflanzen, ich vermute also mal, dass sich der Effekt einfach durch das gewählte Material - Goldfolie - ergibt. Aber das schöne ist ja, dass es am Bildschirm genauso gut funktioniert, eigentlich auch noch ein wenig besser: es erinnert ein bisschen an die Anfänge der Flachbildschirme, die jede kleinste Bewegung sofort mit Falschfarben quittierten, und zumindest bei mir stellt sich eine gewisse Unruhe ein, weil ich ständig das Gefühl habe, im falschen Winkel zum Bild zu sitzen, dass ich mich bewegen muss, um den Rest erkunden zu dürfen, ähnlich wie es mir bei Gilles et Dada erging.

Wenn ein Photo, ein Bild Emotionen auslösen kann und sei es nur besagte Unruhe - dann funktioniert es. Und Witte schafft das spielend. Weitere Motive findet ihr bei Behance oder direkt auf der Projektwebsite.