Das Einstiegsbild im Portfolio von Alex Gaidouk konnte mich ja noch nicht so recht überzeugen, nachdem ich dann aber alle Serien sowie weite Teile seines Flickr-Streams angesehen habe kann ich dann doch mal behaupten: der Junge hat schwer was auf dem Kasten, aber so richtig. Der gebürtige Russe lebt mittlerweile in Brooklyn und geht von dort aus seiner Leidenschaft nach, thematisch sehr auf Urban Landscapes ausgerichtet. Wo das Motiv oben enstanden ist kann ich nicht sagen, wohl aber, dass es mit den Lichtverhältnissen ziemlich lange gedauert haben dürfte, es so hinzukriegen.

Ein wenig kitschig mit der blendenden Sonne im Hintergrund, das macht das Schattenspiel auf dem Boden aber locker wieder wett. Ich hab von derlei Dingen ja noch nicht wirklich Ahnung, aber dieser Kontrast zwischen eher dunkel und gleißend hell dürfte an die Kamera auch ziemlich hohe Anforderungen stellen.

Mich hat das Kondenswasser fasziniert, unter sagen wir mal normaleren Konditionen hätte man sich eher klare Scheiben für ein besseres Motiv gewünscht. Und man kann sich ziemlich gut vorstellen, wie kalt es gewesen sein muss, als das Bild entstanden ist.


Zwei Shots aus der "The Night Must Fall"-Serie, ganz klar mein Favorit, insbesondere das zweite Motiv. Die Belichtungszeit herauszufinden, um die City im Hintergrund förmlich glühen zu lassen, gleichzeitig aber noch kleinste Details im Vordergrund zu haben, dürfte wohl etwas länger gedauert haben.

Das Motiv ist so banal, was das Bild aber gleichzeitig so toll macht. Wir laufen Tag für Tag an derlei Gebäuden vorbei, sehen in ihnen nichts besonderes, aber aus der richtigen Perspektive, mit den richtigen Einstellungen werden sie auf einmal zu kleinen Kunstwerken.
Mehr gibt es im Portfolio von Alex Gaidouk oder in seinem Flickr-Stream. Gefunden bei Yay! Everyday.



Wow, die glühende Stadt sieht echt faszinierend aus Oo Konnt irgendwie minutenlang nicht aufhören, das anzugucken. Das mit dem Kondenswasser ist auch sehr genial <3
Absoluter Wahnsinn. Ich liebe ja solche Fotos von großen Städten mit halb verrotteter Szenerie oder die leuchtenden Hochhäuser im Morgengrauen.
Auf das Bild mit der Sonne dürfte er in der Tat einige Stunden gewartet haben und die Belichtung ist schon sehr nah an der HDR-Grenze. Für den Himmel hat er z.B. ziemlich sicher einen Polarisationsfilter oder ähnliches verwendet, sonst wäre der nicht so intensiv rausgekommen.