Montag, 03. August 2009

Der Nakagin Capsule Tower

Capsule Tower

Der Nakagin Capsule Tower, der 1972 von Kisho Kurokawa designt wurde, besteht aus lauter individuellen Wohnungen, jede einzelne als vorgefertigter Kasten oder Kapsel, die dann wiederum in das große Ganze eingefügt wird. Jede Kapsel wird in einer Fabrik angefertigt, inklusive Möbeln und technischen Geräten wie Telefon und TV, bevor sie mit Hilfe eines Krans in die endgültige Position im Tower gehievt wird. Jede Kapsel ist für eine Person gedacht, eine Familie muss also mehrere kaufen bzw. mieten. Die endgültige Form des Towers ist nicht festgelegt, jede Kapsel fügt sich irgendwie in das Gesamtbild ein.

Capsule Tower

Ziemlich krasse Angelegenheit, ich bin von der Idee hinsichtlich Nachhaltigkeit und so völlig fasziniert – an der Inneneinrichtung müsste man sicher noch ein wenig feilen. Aber das ist jetzt mittlerweile sowieso egal, denn der Nakagin Capsulte Tower soll abgerissen und durch einen moderneren Tower ersetzt werden. Nach Votum der Bewohner wohlgemerkt.

Capsule Tower

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6 Kommentare

  1. wax

    Hat so einen extreme Science-Fiction-Charakter. Hoffentlich muss ich nie in einen Schuhkarton ziehen, mir irgendwie zu heftig der Gedanke.

  2. Franziska

    Weil du extra anmerktest “(…) der Nakagin Capsulte Tower soll abgerissen und durch einen moderneren Tower ersetzt werden. Nach Votum der Bewohner wohlgemerkt.”: zum Anschauen finde ich das Projekt auch sehr schön, aber wie wir aus der Architekturpsychologie wissen, lassen oft die am spektakulärsten anzusehenden Gebäude (= viel Glas, viel Beton, viel Metall) die meiste Intimität für Bewohner missen, was letzten Endes eine schlechtere Wohnqualität bedeutet.
    Diese Würfel sehen zwar cool und modern aus, aber Tageslicht ist offensichtlich Mangelware und schon das dürfte eher für Depressionen als heimeliges Gefühl sorgen…

  3. Jeriko

    @Franziska: Klar, wirklich heimelig ist das Ganze nicht, ich sehe es auch einfach als Versuchsprojekt an, und eine zeitgemäße Variante könnte sich in Zukunft als durchaus sinnvoll erweisen. Das Maine-Containerhaus beispielsweise besteht ja auch nur aus Standard-Schiffscontainern.
    @tobi: Uuuuh, da kommen Erinnerungen hoch, war ein lustiges Spiel. Wie krass dass du dich daran noch erinnerst :-)

  4. Franziska

    @Jeriko: Ja, wenn man von Nachhaltigkeit spricht, sind beide Varianten sinnvoll – auch das Schiffscontainerhaus sieht sehr gut aus. An der Wohnlichkeit müsste man dann eben noch arbeiten ;-)

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