Freitag, 31. Juli 2009

On Permanence von Edoardo Pasero

On Permanence by Edoardo Pasero

On Permance, eine Photoserie über Menschen und ihre Tätowierungen, von Edoardo Pasero. Ich bin ja nach wie vor der Auffassung, dass ein Tattoo purer Sex und Faszination ist – es gibt diese Stelle in Eastern Promises, wo das Leben von Viggo Mortensen bzw. Nikolai durch seine Tätowierungen erzählt wird, und die für mich zu den Highlights des Films gehört. Ich bin nur langsam skeptisch, ob ich selber sowas haben will; mein Leben ändert sich ständig, ein Tattoo ist dagegen für immer da und reflektiert mich bzw. meine Persönlichkeit vielleicht irgendwann nicht mehr richtig – übrigens auch der Grund, warum ich spontan gestochenen Arschgeweihen und ähnlichem genau nichts abgewinnen kann. Und weglasern soll ja noch schmerzhafter sein. Hab ich gehört.

Wie siehts bei euch aus? Was Vorzeigbares auf der Haut?

On Permanence by Edoardo Pasero

On Permanence by Edoardo Pasero

Gefunden bei Do It For The Fame

8 Kommentare

  1. mandarine_one

    “tattos sind bilder, die schon immer da waren, die sichtbar gemacht werden” hab ich mal irgendwo gelesen.. find ich stimmt auch irgendwo..

  2. thegrouch

    Ich wollte schon immer unbedingt ein Tattoo, seit Teenagerzeiten. Das Problem ist, wie du schon andeutest, mich auf einen Teil meiner Persönlichkeit festzulegen, den ich verewigen will, bzw. ein Motiv zu finden, das meine Persönlichkeit zwar adäquat ausdrückt, aber trotzdem den Spagat zwischen Ästhetik und Individualität schafft. Mittlerweile befürchte ich, dass ich wohl für immer tattoolos bleiben werde… Wenn ich in den letzten 15 Jahren schon kein Motiv gefunden habe, warum sollte es in den nächsten funktionieren?

  3. max

    ein tattoo will sehr wohl überlegt sein und sollte einen sinn für _dich_ ergeben. es sollte dir in deiner fantasie auch noch in 5, 10 oder 20 jahren gefallen, aber dass ist glaube ich jedem klar..
    außerdem ziehen tattoos immer aufmerksamkeit auf sich. hast du zB ein tattoo an einer stelle die jedermann sehen kann, stell dich darauf ein immer und immer und immer und immer wieder gefragt zu werden “warum dort?”, “warum genau das?”, “was ist die bedeutung” usw usw.

    (etwas off topic: ganz interessant dabei ist zu beobachten wie die menschen unterschiedlicher nationalitäten fragen und dann vor allem noch tiefer bohren und nachfragen. meiner erfahrung nach fragen deutsche immer wieder nach und wollen es sehr genau wissen, wohingegen amerikaner sich auch damit zu frieden gaben nur eine wage antwort zu bekommen – was ich bei persönlichen dingen auch irgendwie angenehmer finde. aber das nur nebenbei und nach eigener erfahrung..)

    ein wie ich finde guter tipp kam von einem bekannten von mir: male oder skiziere dir dein gewünschtes tattoo auf. leg es dann für ein paar wochen weg, so dass du nicht täglich damit konfrontiert wirst und schau es dir dann noch einmal an, wenn du immer noch der meinung bist dies sei eine gute idee, dann los.
    ist natürlich keine garantie dafür dass du es auf ewig mögen wirst, genauso wie du auch für immer in eine spontante geschichte verliebt sein kannst, aber es ist eine möglichkeit sich selbst zu testen.

  4. Marco

    Ein anderer guter Tipp ist, sich einfach mal mit einem guten (!) Tattowierer zusammenzusetzen und gemeinsam etwas zu erstellen. Diese Leute sind echte Künstler und können die Dinge noch besser umsetzen, als du gedacht hättest… so bin ich zu meinem gekommen. Ich hab das jetzt drei Jahre oder so und bin immer noch tierisch zufrieden damit. Aber ich woltle auch mindestens zehn Jahre länger dieses Tattoo haben. *g*

  5. el-flojo

    Ja, man muss schon wirklich eins haben wollen.
    Und man muss bereit sein, auch dazu zu stehen, wenn es irgendwann eben nicht mehr einen aktuellen Wesenszug repräsentiert. So ist das eben, Menschen ändern sich, aber ihre Geschichte bleibt.
    Wenn du dir nen tollen Film zum Thema Tattoos angucken willst, kann ich nur “Flammend Herz” empfehlen – lohnt sich!

    Was eigene Bilder angeht: Bauch, Oberarm, Rücken, Brust, Wade, Unterarm. Und ich bereue keines.

    An die Fragen gewöhnt man sich. Und bei so manchem Motiv kommen immer Fragen! ;-)

  6. r0ssi

    bei mir: einen arm bis unter den ellbogen komplett gehackt und ein größeres beintattoo. ältestes tattoo jetzt ca. 15 jahre her. motive eher so rock’n'roll-quatsch (comics von rob zombie und so) ich hab bislang nix bereut. im gegenteil. es werden sicher noch mehr. aber lieber nur alle paar jahre, da ich sonst im 6-wochen-rhythmus zum inker laufe. waren immer bewusste entscheidungen, insbesondere mit blick auf später, damit ich nicht allzu spießig werde ;-)

  7. mikelima

    also meine tattoos repräsentieren meine vergangenheit. und klar wird man oft angesprochen, es ist aehnlich wie mit einem hund oder baby.

    im uebrigen finde ich es immer wieder lustig, dass ungestochene menschen soviel angst vor den schmerzen beim taetowieren haben, wie vor dem ziehen eines weisheitszahnes. dabei ist es an den meisten stellen wirklich ertraeglich.

  8. Marco

    @mikelima: Das stimmt! Eigentlich ist es stellenweise sogar sehr angenehm, wobei ich auch schon einige gesehen habe, deren Kreislauf da nicht mitgemacht hat *g* Aber wenn man vorher auch mal was isst und was trinkt, geht das alles ;)
    Unangenehm sind eigentlich nur stellen, wo die Haut besonders dünn ist… kann man sich ja jetzt selber denken, welche das sein könnten ;)

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