Meine Freundin hatte letztes Jahr Kaffee über ihr MacBook gekippt. Der Schock war natürlich groß, auch wenn auf den ersten Blick gar nicht so viel passiert ist, das Ding lief danach nämlich noch, wenn man von ein paar in Mitleidenschaft geratenen Tasten absieht. Natürlich hatte sie es zwecks Kostenvoranschlag dennoch zur Reparatur gebracht, selbige hätte aber den Wert des MacBooks bei weitem überstiegen. Und das "nur", weil heutzutage nicht mehr repariert, sondern nur noch ersetzt wird.

Unterhaltungselektronik ist mittlerweile so billig geworden, dass es sich für Firmen überhaupt nicht mehr lohnt, an fehlerhaften Komponenten noch groß rumzudoktern. Umgekehrt gilt das übrigens auch für den Konsumenten, für den sich ein Neukauf meistens eher rechnet als eine Reparatur, wie man an dem Beispiel oben ja gut sehen kann. Kyle Bean trägt dieser Mentalität mit seiner Serie Disposable Technology Rechnung: Unterhaltungselektronik aus Pappe, fertig zum Wegschmeissen.