
Weapons of Mass Destruction ist zu einem alltäglichen Begriff geworden, genauso wie Terror oder Krieg, und trotzdem kann man sich darunter nicht wirklich viel vorstellen. Martin Miller gibt mit seinen Photographien einen historischen Überblick, dass da oben ist beispielsweise eine Mark 6 Atombombe von 1954, und sieht ein bisschen aus wie eine Spielzeugwaffe aus einer Cartoonserie von Samstag vormittag, hat aber eine Sprengkraft von 8 bis 160 Kilotonnen, je nach Modell. Und nur um das mal in einen Vergleich zu stellen, Little Boy, die Bombe, die über Hiroshima abgeworfen wurde, hatte 13 Kilotonnen Sprengkraft, moderne thermonukleare Bomben erreichen bis zu 15 Megatonnen. Und selbst wenn ich das so nüchtern runterschreibe läufts mir kalt den Rücken runter wenn ich daran denke, was man damit anrichten kann.
Daneben fotografiert er auch weitere Kriegsmaschinerie aus der WW2- und Kalter Krieg-Ära, seine Arbeit war 2008 für den Black and White Spider Award nominiert. (via Photography Served)
interessant, habe gestern erst gelesen, dass die briten ihren bomben bis in die 90er mit einem einfachen haustürschlüssel (zylinderschlosssystem) scharf schalten konnten.
OMG ist das krasses Zeug! Wirklich gruselig.
Frage mich nur wie er die Fotos machen konnte, das ist doch sicher zu großen Teilen totales Top-Secret-Material?!
@Fette Kette: Das sind natürlich Museumsstücke, sowas würde heute wohl niemand mehr einsetzen. ;-)
Hab mal kurz bei Wikipedia geschaut, die “modernste” reine Atombome (also wirklich Bombe, kein Raketenaufsatz oder sowas) ist die B83, die Ende der 70er entwickelt wurde.