…Metallica, die tatsächlich stolz darauf sind, ihren Beitrag zur Folter von Menschen zu leisten.
Nur die Gruppe Metallica freute sich über die Nachricht, Folterhits zu liefern. Das sei ja die Bestätigung, dass ihre Musik so bedrohlich wirkt, wie sie gedacht sei. Außerdem sei die Band froh, ihren Beitrag zum Krieg gegen den Terror zu leisten.
Fickt euch.
Lobotomisiertes Pack, elendiges. Das regt mich auf.
Was regt ihr euch so auf? Es sind verdammte Rockstars. Erwartet ihr von Rockstars, dass sie gesunde Persönlichkeiten sind? Die Band Metallica ist eine der größten Rockbands ever, aber die waren schon immer Panne. Ich erinnere mich an die Nummer mit Napster damals. Oder die eindrucksvolle Doku, in der man den zwischenmenschlichen Background und bandinternen Umgang gezeigt hat.
Das sind einfach keine Vorbilder für Menschlichkeit oder für menschenachtende Statements.
Wenn ein Fünkchen Gedanken in deren verkündeter Freude stecken würde, dann haben sie sich auf die Ästhetik ihrer Musik berufen, ihres Lebensinhaltes. Mehr nicht. Dass sie sich in diesem sensiblen Zusammenhang derart geäußert haben, beweist gar nichts und ist vollkommen urteilsfrei über die Zustände in den Folterkellern Amerikas oder wasweißichwo. Es ist ein egomanes Statement an sich selbst, so wie man Metallica schon immer gekannt hat, mehr nicht.
Ich zweifle stark daran, dass es im Interesse der Band ist, dass Menschen gequält werden, ob schuldig oder nicht schuldig. Es interessiert Metallica nicht. Es sollte sie zwar interessieren, aber es sind verdammte Musiker. Ich kritisiere die SZ sehr stark dafür, dass man dieses gedruckt hat. Scheiß auf Metallica. Deren Musik ist und bleibt einfach ein Glanzstück des 20.Jahrhunderts, aber es ist einfach das Nicht-Unterscheiden zwischen Form und Inhalt.
Lieber Jeriko, wirst du jetzt nie wieder Metallica hören, weil James Hetfield oder wer auch immer sich egoman geäußert hat? Es war nie ein Geheimnis, dass Metallica in ihren eigenen Sphären schwebten… nie. Dieses Statement sollte man kopfschüttelnd bewerten und ohne Echo. Ich habe auch noch nie für Amnesty International gespendet, also eine Organisation, die sich für Menschen einsetzt, die unfreiwillig mit Metallica beschallt werden… in den Folterkellern… der ganzen Welt.
Nicht-Handeln ist mindestens eine gleichwertige Verurteilung der Opfer von solchen Folterungen.
Und bei der nächsten Bundestagswahl geh ich auch nicht wählen, denn meine Stimme macht ja sowieso keinen Unterschied!
Metallica habe ich schon lange nicht mehr wirklich auf dem Radar, außer wenn sie wieder mal durch schwachmatige Äußerungen oder Aktionen auf sich aufmerksam machen. Deswegen kann ich aber trotzdem einen halbwegs brauchbaren Menschenverstand erwarten, der genau solche Aussagen nicht hervor bringt. Gegenbeispiele sind Trent Reznor, der auf seiner Website das Benutzen seiner Songs verurteilt und rechtliche Schritte angekündigt hat. Tom Morello hat die Organisation zero dB gegründet, die sich um ein Verbot von Musik als Folterinstrument bemüht.
Na klar werde ich weiter Metallica hören, ich kann da durchaus differenzieren. Und gerade weil ich das kann nehme ich mir auch durchaus das Recht heraus, zu sagen, wenn ich eine Aussage von Lars Ulrich einfach nur abgrundtief scheisse finde.
Also ich finde nicht, dass man von offensichtlich realitätsfernen Menschen einen gesunden Verstand erwarten sollte. Um das mal klar zu stellen, ich habe dein Statement dazu NICHT kritisiert. Ich finde solch eine Aussage genauso abstoßend. Dass sich andere Interpreten gegen das Zweckentfremden ihrer Musik wehren, finde ich gut, mehr noch: selbstverständlich. Wenn das eine Band nicht tut, dann ist das ihr Ding, dafür sollte man sie auch nicht verurteilen. Wenn dann ein Lars Ulrich kommt und eine irritierende und verstörende Bemerkung von sich gibt, dann muss man eben überlegen, wie er das gemeint und wie man ihn als Kunstfigur zu verstehen hat.
Karl Lagerfeld ist der Meinung, dass er spartanisch lebt. Eine prominente Frau, deren Name ich nicht sagen möchte, macht sich im deutschen Fernsehen zum Hampel, weil sie eine Literatursendung moderiert (hat), obwohl sie keinen Schimmer davon hat.
Will damit sagen: Es gibt Menschen, die sind nicht mehr in der Lage sind für uns nachvollziehbare Statements zu formulieren. Viele Promis, geschägigte Promis, leben in eigenen Welten, in der man selbst Hauptfigur ist. Und wenn man mal darüber nachdenkt, zeigt dieser Spruch von Lars Ulrich auch, dass man sich mehr über solche Aussagen echauffiert, als über die Folterung an sich. Solch eine satirische Motivation hatte der Drummer zwar sicher nicht, aber offensichtlich sind Wort und Tat hin und wieder gleichzusetzen.
Ich habe also nicht deinen Kommentar zu seinem Statement kritisiert, und auch keine Augen gerollt. Ich wollte bloß die Betrachtung der Dinge bereichern. Und so ganz Unrecht, habe ich auch nicht. Ich finde trotzdem gut, wenn sich jemand sehr kritisch äußert, zu Dingen, zu Umständen und auch zu Äußerungen in der Öffentlichkeit.
Peace.
Wo ist eigentlich die GEZ wenn man sie mal braucht? Die Soldaten haben das Abspielen der Musik doch bestimmt nicht angemeldet und dafür Gebühren bezahlt…
Gerade bei Krieg, Folter und Menschenrechten darf ich doch ein Mindestmaß an Intelligenz erwarten wenn ich mich dazu äußere…