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Bei unserem ersten Zusammentreffen mochte ich dich nicht.
Du warst dreckig und hast gestunken, warst viel zu groß, zu fett. Ich kannte dich nicht, ich wollte dich nicht kennen. Waren wir zusammen habe ich mich immer fehl am Platz gefühlt, als sei ich ein Außenstehender. Jeder konnte es mir ansehen. Und warum auch nicht? Ich machte keinen Hehl daraus, was ich von dir hielt. Nein, ich mochte dich wirklich nicht, und ich war froh, als wir wieder getrennte Wege gingen.
Ein Sprichwort besagt, dass man sich im Leben immer zwei Mal sieht, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Wege sich unfreiwillig wieder kreuzten. Wir machten kleine Trippelschritte aufeinander zu, beschnupperten uns ein bisschen, geheim natürlich, es sollte ja keiner mitbekommen, außerdem war ich in dem, was ich tun und lassen konnte, immer noch eingeschränkt. Wir mussten aber erkennen, dass unsere Zeit noch nicht gekommen war, und so zeigtest du mir wieder deine hässliche, dreckige, stinkige Fratze, und ich tat es dir gleich. Als ich dich verließ hatte ich ein Lächeln auf meinem Gesicht.
An dem Küchenschrank eines gutes Freundes hängt eine Postkarte, auf der sich folgender Spruch befindet: “Alles wird am Ende gut. Ist es das nicht, so ist es nicht das Ende.” Kombiniert man diesen Spruch mit dem Sprichwort “Aller guten Dinge sind Drei”, so kriegt man schon eine ungefähre Vorstellung von unserem nächsten Aufeinandertreffen. Viel ist passiert seitdem, ich war jetzt ungebunden und konnte dich endlich richtig kennen lernen. Der Dreck, er schien einer gewissen Schönheit Platz gemacht zu haben. Ich fühlte mich nicht mehr so fremd an deiner Seite, wir begannen uns zu verstehen. Du führtest mich an Orte, die ich noch nie gesehen habe, die sich anfühlten, als hätte ich mein ganzes Leben lang unterbewusst danach gesucht. Ich dankte es dir, in dem ich den Groll von früher ablegte.
Wir trafen uns jetzt häufiger, meine Gefühlswelt war gewissermaßen auf den Kopf gestellt. Hier und da eckten wir beide noch an, unterschiedliche Mentalitäten lassen sich schließlich nicht von heute auf morgen unter einen Hut bringen. Aber insgesamt fühlte ich mich nicht mehr fremd an deiner Seite, ganz im Gegenteil. Wenn unsere Wege sich trennten konnte man mir das immer noch ansehen, nur war es jetzt kein Lächeln mehr, das mein Gesicht umgab. Ich wollte in deiner Nähe sein, ständig, nicht nur in Raten, und es wurde Zeit, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Und auch wenn es noch nicht ganz erreicht ist, so kann ich doch mit einer gewissen Überzeugung sagen:
Berlin, ich glaube du wirst ein tolles Zuhause für mich abgeben.
Über Berlin kann man viele Worte und Meinungen verlieren, aber es ist eine pulsierende Stadt voller interessanter Menschen und Events am laufenden Band. Eine Stadt, die man nur lieben oder hassen kann. Ich jedenfalls liebe sie.
Maaaan! Wenn ich mich nicht langsam endlich beeile, bin ich echt noch der letzte hier draußen. ;)
Erst der René und jetzt auch noch du?!
Und wenns klappt sogar zusammen! ;-)
Ich freu mich!
Nächste Woche ein Berlin-Willkommensbierchen?
Ich war rund 9 Monate in Berlin, allerdings vor langer Zeit, und die haben mir gereicht. Nicht meine Stadt. Köln ist mir da doch lieber.
Na mensch! Herzlich Will Kommen…
Und dann gleich auch an Dich der Hinweis: http://twitpic.com/ml54
:D
@Malcolm: Deal!
@Dirk: In Köln hab ich den größten Teil meiner Jugend verbracht, da gefällts mir wiederum nicht wirklich. Im Vergleich zu Mannheim, wo ich die letzten drei Jahre war, aber immer noch eine Traumstadt ;-)
Köln hat auch seine unschönen Seiten, ganz klar. Aber mir gefällts. Und fast hätte ich jetzt geschrieben, dass im Vergleich zu Mannheim sogar Hannover wie eine Traumstadt wirkt – aber ne, das geht dann doch echt nicht. :)
Berlin?
Wo is’ das?
..Jedenfalls viel Spaß da: wird schon!
;)
Katastrophenmeldung für Berlin: ICH bleibe in Kiel. :)
(Mal ehrlich: was wollt Ihr alle da?)
Lieblingsgast bleibst Du trotzdem, auch wenn Du dann eine eigene Couch hier hast!