Die Technik hinter Nine Inch Nails’ aktueller Tour

Die Technik hinter Nine Inch Nails’ aktueller Tour

Mit dem Sound von Nine Inch Nails konnte ich ja zuerst überhaupt nichts anfangen und es brauchte erst ein Konzert in Köln, um meine Kinnlade auf den Boden klappen zu lassen: eine perfekte Symbiose von Audio und Visuellem, kein Licht dem Zufall überlassen, riesige Videoleinwände, perfekt ausbalancierter Sound, und das alles in einer Dimension, die ich vorher nicht mal ansatzweise erleben durfte. Und das war im Jahre 2000, es folgten noch zwei weitere Konzerte, die die Messlatte für perfekt choreographierte Konzerte jedes Mal eine ganze Ecke höher legten. Ich kann durchaus verstehen, wenn Puristen bemängeln, dass das typische Konzertfeeling sich nicht einstellen mag, wer aber mal erleben möchte, was technisch heutzutage machbar ist, dem kann ich einen Konzertbesuch bei Nine Inch Nails wärmstens empfehlen. Und eben über die Technik dahinter hat Wired einen exzellenten Artikel geschrieben.


YouTube DirektOnly

Kleines Beispiel? Das Video zeigt den Song "Only" bei dem vor der Band eine halbdurchsichtige Videoleinwand runtergelassen wird, auf der nur statisches Rauschen zu sehen ist, mit Ausnahme von Trent Reznor, der sozusagen ein Loch im Rauschen hinterlässt (ab 00:45). Bereits abgedrehter Film? Irrtum, direkt hinter der Leinwand befinden sich mehrere Laser, die, sobald Reznor sich in das Feld bewegt, die Position abtasten und das "Loch" in Echtzeit erzeugen. Tatsächlich ist gerade mal 40% der aktuellen Show vorher entstanden, der Rest wird live erzeugt.

Für die Technik verantwortlich zeigt sich MomentFactory, die ebenfalls ein kleines YouTube-Video über die Produktion der Show gedreht haben:


YouTube DirektMomentFactory

Ach und der Screenshot da oben? Ist kein Scherz, für den Bruchteil einer Sekunde erscheint am Ende des Songs "The Great Destroyer" dieses Bild auf der Leinwand.

 
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1 Trackback

  1. 17.10.2008 - metafakten // metalinks am 17. Oktober 2008

Diskussion: 4 Kommentare

  1. Michael (Website)

    Genau, so geht das. Musik verschenken und die Leut in die Konzerte holen. Ich hatte schon 92 das beeindruckende Vergnügen NIN in Wien zu sehen. Da war der technische Background natürlich noch nicht so wie heut, stellte aber trotzdem die 1000mal gesehenen Varyligth-Shows in den Schatten. Die Show mit dem transparenten Vorhang hab ich auch 2000 das erste Mal gesehen und begeistert mich noch heut. So einfach.

    06. Oktober 2008 um 10:30 Uhr - AntwortenReply to this comment
  2. ralle

    gibts davon ne dvd? oder zumindest eine geplante?

    06. Juli 2009 um 15:38 Uhr - AntwortenReply to this comment
  3. Jeriko (Website)

    @ralle: Schau mal bei This One Is On Us, die haben das Material, was irgendwie den Weg ins Internet gefunden hat, entsprechend verarbeitet.

    06. Juli 2009 um 15:54 Uhr - AntwortenReply to this comment
  4. ralle

    danke!!

    07. Juli 2009 um 09:51 Uhr - AntwortenReply to this comment

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