Ich hab eine tolle Idee

Warum disqualifizieren wir nicht einfach jeden Sieger bei Olympia? Der allgemeine Konsens scheint ja mittlerweile zu sein, dass man als Sieger automatisch gedopt haben muss. Und da man ja 10 Jahre Zeit hat, dass auch zu beweisen (solange müssen die Proben aufbewahrt werden), kann man ja schon mal präventiv die Goldmedaille aberkennen.

Okay Spaß beiseite, aber gehts eigentlich nur mir so? Egal wo ich mich über Olympia informieren möchte, es geht gar nicht mehr darum, ob Stars wie Phelps oder Bolt gedopt haben könnten, sondern nur noch darum, wie sie es angestellt haben, ohne dass man es erkennen konnte. Auf die Idee, dass die Erfolge durch jahrelanges, hartes Training gekommen sein könnten, darauf scheint niemand mehr zu kommen. Find ich schon ein wenig schade.

Diskussion: 10 Kommentare

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  1. 1 Saint (Website)

    Ganz ehrlich: Ich mag das auch nicht glauben und habe immer im Kopf: “alle gedopt”, was natürlich ein hartes Training nicht wett machen kann. Ich denke, es wird die Kombination aus verschiedenen Komponenten sein. Eine davon ist das gut konzipierte Drogen. Auch deshalb finde ich, dass man es legalisieren sollte um Chancengleicheit zu schaffen. Denn das was vielen Athleten im Westen als selbstverständlich gilt – so zu dopen, dass das nicht nachvollziehbar ist – ist anderen schlichtweg nicht finanzierbar. Ziemlich verlogen, das Ganze und es wird dadurch auch etwas uninteressant bzw. unglaubwürdig. Dopen tun eh alle, manche bis an den Rahmen des Erlaubten, manche machen einen Schritt über diese Grenze…

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  2. 2 dfusion (Website)

    Diese ganzen doping Geschichten rauben mir so den Nerv und den Spaß an Olympia, dass ich bisher tatsächlich nicht einen Wettkampf angeschaut habe. Und es geht nicht nur mir so :(

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  3. 3 René (Website)

    Diese “Beschuldigungen” gehen mir auch Tierisch auf den Zeiger. Es ist ja sogar auch so, dass die Kommentatoren ständig das Thema aufgreifen während die Leute sich da die Lunge aus dem Hals sporteln (gibt´s das Wort überhaupt?). Ganz schlimm. Ein paar sind garantiert gedopt, dass will ich nicht bestreiten, aber diese ständigen Verdächtigungen…

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  4. 4 René (also, der andere) (Website)

    Michael Groß war in den Achtzigern der Star unter den Schwimmern und ein Riese. Hart trainiert hat er sicherlich und gedopt hat er wahrscheinlich auch. Tatsächlich gehe ich bei allen Leistungssportlern von Doping aus, mag zynisch klingen, für mich klingt das allerdings realistisch. (Ich bin ja gerne naiv, in diesem Fall aber nicht.)

    Michael Phelps schwamm die 100m 4 Sekunden schneller als Groß. Vier (!!!!) Sekunden. Das ist mit Anzügen und hartem Training nicht zu erklären, sorry.

    Lies Dir zum Thema auch mal dieses Interview mit einem Ex-Doping-Dealer durch, sehr erhellend:
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,571031,00.html

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  5. 5 meistermochi (Website)

    Usain Bolt aus Jamaika läuft die 100 Meter in 9,69 Sekunden.

    Dabei schaut er sich ab der 60 Meter Marke um.

    Bei 70 Metern hebt er beide Arme und jubelt…

    http://meistermochi.de/?p=160

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  6. 6 Christine (Website)

    Durch diese ganze Doping Dabatte verliert man den Spaß am zuschauen, ob bei den Olympischen Spielen oder generell. Kaum steht ein neuer Rekord oder gewinnt ein Außenseiter, hört man gleich den Kommentator rufen: da stimmt doch was nicht.
    Ich finds echt schade für den Sport!

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  7. 7 kathleen

    Training und gute Gene – die spielen nämlich auch eine Rolle.

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  8. 8 Liliy

    Nun ja. Vorallem den einen Phelps nehm ichs nicht ab, dass er nicht gedopt hat.

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  9. 9 Bernhard (Website)

    Irgendwie denke ich leider auch, zumindest bei den Ausdauersportarten, dass die Elite der Sportler gedopt ist. Das stört mich auch noch nicht mal für die Sportler oder für die Spiele selbst. Nur die Vorbildfunktion die diese Sportler für die Jugend und den “realen” nämlich den Freizeitsport haben, empfinde ich als sehr schlecht und schädlich.

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  10. 10 auch Bernhard (Website)

    Auch mir geistert seit Jahren (diese üble Tour de France) das Doping im Kopf herum. Als ehemaliger Leistungssportler (Radsport) ist mir leider noch gut in Erinnerung, dass Doping nicht im Spitzensport anfängt, sondern bereits viel weiter unten.
    Fakt ist leider auch, dass es nur Tests für alle bekannten Dopingarten (Wachstumshormone, EPO, etc.) gibt. Diese Tests decken nur noch etwa ein Drittel aller Möglichkeiten zum Doping ab. Hierbei nützt es auch nichts wenn man die Tests zehn Jahre aufbewahrt, denn die meisten Stoffe zum Doping verflüchtigen sich innerhalb der ersten 48 Stunden (auch in gefrorenen Tests). Heute geistert das Wort Gendoping durch die Blätter, was in naher Zukunft Nachweise fast unmöglich machen wird.
    Von daher bin ich über diese hitzige Debatte im Moment sehr dankbar. Schließlich ist der Sport auch darauf angewiesen beim “Konsumenten” akzeptiert zu sein, sonst fallen die Sponsorengelder aus, etc. Wir als Gesellschaft haben es mal wieder in der Hand Signale zu setzen, ob Doping zwar bekannt aber akzeptiert ist, oder eben geächtet. Die Frage, ob das was bringt, kann ich nur mit einem Schulterzucken beantworten.

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