Jeder wäre im nächsten Leben gerne eine Katze. Was ja irgendwie lustig ist, egal wen man fragt, als erstes kommt immer ein Tier. Mensch zu sein ist wohl nicht mehr ganz so erstrebenswert, wenn mans einmal war. Oder es ist die Neugier. Egal, also Katze. Den ganzen Tag nur rumliegen, ab und zu was futtern, eine Maus jagen, an den unmöglichsten Stellen lecken können, von allen geknuddelt und geliebt werden, sich um nix kümmern, das wäre schon was. Aber heute morgen hatte ich für einen kurzen Moment die Eingebung, so ein Leben als Wal wäre doch viel besser. Den ganzen Tag nur im Meer rumschwimmen, na gut, man sollte nicht unbedingt auf irgendwelche Strände auflaufen, aber ansonsten ist doch alles prima!
Dann ist mir aber die Szene aus Per Anhalter durch die Galaxis wieder eingefallen, ihr wisst schon, wo sich der Wal soundsoviele Kilometer über dem Planeten materialisiert, von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, kurz noch ein paar Begriffe für das komische blaue Dings und den Petunientopf neben ihm vergibt bevor er ein recht schnelles Ende nimmt. Der Petunientopf übrigens auch.
Und man stelle sich mal vor, der wäre über Japan abgestürzt! Also grob überschlagen, so ein Wal wiegt ja schließlich ein paar Tonnen, und das kombiniert mit der Geschwindigkeit, jesses, das hätte eine ziemliche Sauerei gegeben, und das auf einer wirklich wirklich großen Fläche. Und die Japaner hätten auf einmal wirklich Erklärungsnöte. “Jungs, erst Walfang und jetzt so ein Mist?” “Ehrlich, das waren wir nicht! Der kam von oben! Damit haben wir nix zu tun” “Jaja, ist klar…”
Nee, Wal sein wäre mir doch zu anstrengend. Ich bleibe bei Katze.
Katze im nächsten Leben ist wirklich interessant, doch dann kommt noch das Weglaufen der Hunde dazu, Herrchen (und Frauchen), die sich nicht ganz so gut um eine kümmern usw. usf. Ich würd lieber wieder ein Mensch werden, nur halt ein etwas anderer…
Katze? Ne danke, ich glaub, ich komm nochmal als Mensch zurück. ist zwar nicht immer toll, saugt sehr oft, aber man hat auch ne Menge Spass, wenn man es richtig anstellt. Und beim nächsten Mal weiß ich ja, wie ich es besser anstelle :-)
Aber als Katze weisste es doch nicht besser! Die doofen Dinger wissen nicht mal, wie gut es ihnen eigentlich geht! Wale allerdings auch nicht, zugegeben…
Erstmal sollte geklärt werden, warum der Petunientopf “nicht schon wieder” gesagt hat.
(Und ich muss das Buch noch zu Ende lesen, man!)
@Michel: Bis du das erfährst hast du noch ein paar Seiten vor dir, den immerhin ist das nicht ein Buch sondern eine vierbändige Trilogie mit Zusatzband.
Leider kam Adams nicht mehr dazu die Geschichte um den Anhalter noch weiter zu führen… :(
Aber, damit klärt sich dann auch, dass man sich an seine Leben erinnern kann, wenn man nur stark genug will.
Die Frage ist nur, ob es gut ist, es zu wissen, es macht einen nämlich wahrscheinlich psychisch total kaputt, immerhin ist egal was man gerade ist man nie im perfekten Leben, den selbst Petunientöpfe haben manchmal ein sche** Leben. Und wenn man jetzt denkt, so was wie ein Stein wäre ein gutes Leben, der denke mal daran wie die von Kindern immer misshandelt werden und das einige (vor allem in Wasser nähe) mit Hingabe ertränkt werden.
Das Leben eines Menschen ist halt doch schlecht, aber immerhin das best Mögliche, den immerhin hat man die Illusion, dass man es besser unter Kontrolle hat als jedes andere Lebewesen…
@jeriko: Tiere konzentrieren sich darauf, dass es ihnen gut geht, der Rest ist ziemliche Nebensache. Wie läuft das bei den Menschen? Die stellen sich die Frage wem es wohl besser als ihnen geht… Da frage ich mich, wer es hier wirklich besser weiß… ;)