Da ich nicht wirklich gut zeichnen kann, erst recht keine Karikaturen, stelle man sich jetzt bitte folgendes Bild vor: Ein Wolkenkratzer, auf dem oben ein Schild steht a la "Telekommunikationsdaten der BRD". An der Eingangstür steht eine Schlange von Schlipsträgern, auf deren Koffern Abkürzungen wie MPAA, RIAA, IFPI etc. stehen. Der erste klingelt an der Tür und sagt - sozusagen in einer Sprechblase - "Guten Tag, wir hätten da Interesse an ihren Daten..."
Also mal Klartext, dass die Geier der Contentindustrie Schlange stehen würden, wenn es um eine lückenlose Aufzeichung der Internetdaten eines jeden Einzelnen geht, das war klar. Anscheinend lag ich mit meinem Prognose von 1 Jahr aber weit daneben, eher so... sofort:
Dem Rechtsausschuss des Bundesrates geht der vom Bundestag vor zwei Wochen beschlossene Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung nicht weit genug. [...] So sollen die Länderchefs bei der Plenarsitzung am kommenden Freitag eine Entschließung (PDF-Datei) fassen, wonach auch Rechteinhabern zur zivilrechtlichen Verfolgung etwa von Urheberrechtsverletzungen Zugang zu den Datenbergen zu gewähren ist.
Heise
Oder anders: Der Staat lässt seine Bürger totalüberwachen, damit die Contentindustrie über zivilrechtliche Pillepalle-Prozesse Kasse machen kann. Und wir zahlen dafür auch noch. Krank.