Manchmal, aber wirklich nur manchmal habe ich das Gefühl, Filme zu machen war früher interessanter als heutzutage. Man nehme einfach mal Apocalypse Now, ein Film…
- in dem Martin Sheen wirklich betrunken war, und einfach mal drauflos geschauspielert hat
- Marlon Brando nicht mal sein Skript kannte und
- er und Regisseur Francis Ford Coppola sich am liebsten an die Gurgel gegangen wären
- der 16 Monate Dreh, 200 Stunden Filmmaterial und drei Jahre Nachbearbeitung hinter sich hatte, bevor er gezeigt werden konnte
- in dem Sam Bottoms immer wieder auf Speed, LSD und Dope war
- bei dessen Dreh Coppola immer wieder mit Suizid drohte
- der als erster überhaupt mit Surround Sound abgemischt wurde, was auch 9 Monate dauerte
und das vielleicht Wichtigste überhaupt
- der ursprünglich George Lucas als Regisseur vorgesehen hatte. Dann wäre Star Wars wohl nie entstanden. Man stelle sich das mal vor.
Aber das nur am Rande.
Ich glaube, man kann nicht per se sagen, ob Filmedrehen damals interessanter oder Rock’n'Rolliger war.
Die Entstehung von Apocalypse Now ist natürlich vollkommen krass und total Gaga! Aber ich glaube, daß es auch mit Coppola (manisch-depressives Genie und so), dem tropischen Wetter, den ausgehenden 70er Jahren und violetten Rauchbomben zusammenhängt, daß die Stimmung beim Dreh so…
…extrem war :-)
Ich kann mich aber auch irren. Außerdem wünsche ich mir ja selbst manchmal, 30 Jahre jünger zu sein. Die 70s…hach… Sex, Drugx Rock’n'Roll… und ein Super Soundtrack dazu ^^