Wie sehr einem etwas fehlt, merkt man immer erst dann, wenn man es nicht mehr hat. In meiner kleinen Welt ist das ganz aktuell meine Brille.
Ich seh echt gar nix. Ich kann die Fahrplantafel am Bahnhof, oder wie man das Dingens, auf dem die Züge angezeigt werden, nicht erkennen, weiß also nicht, wieviel (von mir standardmäßig eingeplante) Verspätung dieser und jener Zug hat. An der Supermarktkasse reichts nicht mal zum Ablesen des Geldbetrags, kombiniert mit dem Gemurmelnuschel der Kassiererin also nicht optimal. Ich leg zur Zeit einfach einen Geldbetrag hin und hoffe, dass er reicht. Meine Nase befindet sich ungefähr 15 Zentimeter vom Monitor entfernt, ich robb hier die ganze Zeit mit dem Kopf hin und her, wenn ich von unten rechts das Datum haben will oder oben links das Menü anklicke. Wirkt sich übrigens auch auch prima auf den Rücken aus, wenn man in dieser Position mehrere Stunden pro Tag verbringt. Und hätte ich im Moment Uni, dann wäre wieder lustiges Raten angesagt, was der Dozent da grad an die Tafel geschriebselt hat.
Und es dauert noch mindestens zwei Tage, bis die neue Brille da ist, aber bis dahin bin ich wahrscheinlich schon zu Quasimodo verkommen. Immerhin, ich hab ja eine prima Phantasie, dass mit dem Schönsaufen kann ich mir im Moment echt sparen...