Schon wieder neues Design?
John
Jep. Und was heißt hier "schon wieder", das Alte hat immerhin 4 Monate durchgehalten, das halte ich für einen gar nicht mal so schlechten Schnitt.
Also, wo anfangen? Ich sehe mich nicht als Webdesigner, eher als Webtechie. Ein Designer hätte ein Gespür für den Bedarf anderer, könnte aufgrund vager Aussagen o.ä. sich ein Konzept überlegen und dieses umsetzen. Kann ich nicht. Ehrlich, ich bin nicht mal ansatzweise kreativ. Lieber schaue ich mir diverse CSS-Gallerien an, entdecke etwas, was mir gefällt und adaptiere es für mich. Nicht 1:1, das wäre komplett bescheuert, ich bewahre mir schon irgendwo meinen eigenen Stil - aber alles, was es hier bisher so gegeben hat, basierte immer auf etwas, was andere schon vor mir getan haben. Ich bin kein Designer, und werde es auch nie sein.
Ich wills aber auch gar nicht sein, mich interessiert die Technik, die dahinter steckt; WordPress ist seit dem Anfang meines Bloggertums das Tool meiner Wahl, aber ich beschränke mich dabei schon lange nicht mehr auf das Gegebene. Es reizt mich einfach viel mehr, zu sehen, was möglich ist, was nicht, wo der Aufwand gerechtfertigt ist, wo vielleicht doch ein anderes System besser geeignet wäre. Auf meiner Festplatte stapeln sich Entwürfe oder halbfertige Websites bzw. Themes für WordPress, die aber alle nur den Zweck verfolgten, irgendetwas auszuprobieren, was mit WordPress von Haus aus nicht möglich ist. Es geht mir persönlich gar nicht so sehr darum, am Ende eine fertige Website zu präsentieren, der Weg dahin ist für mich viel spannender. Was auch der Grund sein mag, das eben so viele Entwürfe nie über selbiges Stadium hinaus gekommen sind. Ich habe teilweise Anfragen für Websites bekommen, aber ich bin dabei eher unmotiviert. Kommt dagegen eine Kleinigkeit, wie z.B. den Monatsnamen zu ändern, dann klemm ich mich so lange dahinter, bis das auch läuft.
Genug graue Theorie. Das letzte Design hat mir gut gefallen, aber wenn man es jeden Tag sieht, dann verliert man irgendwann den objektiven Blick. Und so bedurfte es einer kleinen Anmerkung ("Viel zu unübersichtlich"), die mich dazu gebracht hat, mir das Ganze nochmal näher anzuschauen. Stimmt schon. Für Blogger wie dich und mich mag das kein Problem sein, wir wissen, was wofür ist, aber zeig mal einem Gelegenheitssurfer eine solche Website und er wird damit nicht zurecht kommen. Mal völlig davon abgesehen, dass es keine Sau interessiert, was ich gerade höre, oder auf welche Konzerte ich gehe - ich kann dann ja immer noch drüber bloggen, wenns mir gefällt. Deswegen ist jetzt wieder Minimalismus angesagt, Fokus auf Inhalte, alles Unwesentliche ans Ende gepackt, Gewichtung auf bessere Lesbarkeit und Navigation. Und ganz fertig ist es ja noch nicht, ein paar Kleinigkeiten müssen noch ausgebessert werden, und für Gegner des "ipodweiß" bzw. Befürworter von braunen Farben hab ich auch noch was in der Hinterhand.
Mag sein dass ich mich damit nicht mehr allzusehr von anderen Designs abhebe, aber damit kann ich leben. Ich wollte es so.