Freitag, 13. Juli 2007

Willkommen im Internet

Mein erster Kontakt mit dem Internet war glaube ich 1996, vielleicht auch 1997, genau weiss ich das nicht mehr. Damals haben wir uns mit unseren völlig beschränkten HTML-Kenntnissen unsere erste eigene Website (Duke Nukem 3D Fansite) zusammengeklickt, im Editor vom Netscape Navigator 3 Gold. Bunt musste es sein, blinken, Lauftext, animierte GIFs, was man damals eben so brauchte für eine tolle Website, die dann irgendwo bei Geocities vergammelte. Und nebenbei via ISDN hunderte MIDI-Files gezogen und uns am tollen Sound aufgegeilt. Und das ist gerade mal 10 Jahre her, man schaue sich nur an, wo wir mittlerweile stehen. Kaum zu glauben, dass man das Internet den Leuten damals noch wirklich andrehen musste.


YouTube anno 1994

10 Kommentare

  1. roman libbertz

    richtig, aber was sagst du zu den älteren menschen, die den anfang verpassst haben, kommen die jemals noch richtig rein? z.B my Mom und Dad
    ich bin echt nicht sehr gebildet, was dies betrifft,
    deswegen würde mich deine meinung sehr interessieren.
    gruss r.l

  2. Jeriko

    Oh durchaus, man muss für jeden Personenkreis nur einen Anreiz finden, der sie dabei bleiben lässt. Ein Freund von mir hatte mal an der hiesigen Volkshochschule Einführungskurse für Senioren gegeben: Wenn man denen erzählt, dass sie darüber auch ihre alten Schulfreunde wieder finden, oder aber auch Kochrezepte (ja ja klingt nach Klischee, aber es geht eben um Anreize) finden können, dann ist das Interesse auf jeden Fall da.
    Jeder benutzt das Internet ja auf seine Art und Weise – wir hier sind ziemlich in der Welt der Blogs zuhause, damit kann man man älteren Menschen wohl weniger kommen. Wieder andere benutzen es ausschließlich für Email-Kommunikation, beispielsweise die Geschäftswelt. Es geht doch im Grunde immer nur um den Anreiz, was einen daran interessieren könnte. Und ich denke schon, dass da für jeden was dabei ist.

  3. roman libbertz

    erstmal danke für die antwort, aber eine neue frage
    das bedeutet, das internet hat sich derart verändert, dass niemand mehr (fast) alle anwendungen kennt oder kennen muss, sondern sich jeweils nur seinen teil herausnimmt. oder?
    gruss r.l

  4. roman libbertz

    p.s link aber nett
    und nach der netten beantwortung die längst überfällige aufnahme in meine linkliste

  5. Jeriko

    Jeder kennt Google oder Wikipedia, aber schon ab diesem Punkt wird es schwierig. Sicher, wir als internetaffine Menschen kennen Dienste wie YouTube, Flickr, Digg, WordPress, Blogger etc., aber wenn ich meinen Eltern davon erzählen würde, kann ich mir das Fragezeichen über ihrem Kopf sehr gut vorstellen. Auch, dass das Interesse von ihrer Seite aus nicht da ist. Umgekehrt nutze ich z.B. eBay überhaupt nicht, während mein Vater regelmäßig dort Antiquariat ersteigert. Das wiederum interessiert mich nicht. Mein Bruder ist bei ein paar Diensten angemeldet, um mit alten Schulfreunden ein wenig in Kontakt zu bleiben, wenn sagen wir mal modernere Formen a la StudiVZ oder direkt via ICQ oder ähnlichem nicht möglich sind.

    Jeder nutzt es so, wie es ihn interessiert, ihm zum Vorteil gereicht. Und das sind gerade mal die positiven Seiten des Internets – die Abgründe, die sich einem auftun könnten, und die vermutlich auch den wesentlich größeren Teil ausmachen, darüber will ich gar nicht nachdenken.

    Natürlich kann niemand alles kennen, gerade auch heutzutage, wo Startups allerorts auftauchen, oftmals schon mit einer fertigen Exit-Strategie im Koffer, einfach nur um die schnelle Kohle zu machen. Das bietet auf der anderen Seite aber auch Möglichkeiten: Wer hätte z.B. vor ein paar Jahren gedacht, dass so etwas wie YouTube wirklich möglich ist? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es für einen bestimmten Zweck den passenden Service schon gibt. Gerade eben so, wie es passt.

  6. roman libbertz

    das wäre dann auch meine ansicht gewesen, obwohl ich nicht soviel know how habe wie du.
    ich sage vielen dank und hoffe es ist nicht so heiss wie bei uns.
    gruss r.l

  7. burn

    die gute alte duke nukem 3d seite mit dem augenkrebs gif-geblinke. hach, da schwelge ich schon fast in erinnerungen.

    es ist schon merkwürdig was aus diesem einfach gestrickten web von damals geworden ist. ich bin immer noch der meinung wenn ich ein paar jahre früher geboren worden wäre und html als einer der ersten gekonnt hätte wäre ich jetzt millionär ;-) man sah das damals schäbbig aus ;-)

  8. JeriC

    Wie war denn die URL besagter Seite? Vielleicht findet Sie sich ja noch in diversen Archiven… *seufz* schade, ich bin zu jung, um die Pionierleistungen in dem Bereich wirklich mitbekommen zu haben.
    (das Video kann ich mir net angucken, weil ich grad am Ersatzrechner ohne Flash sitze)
    Vertu’ ich mich grad, oder is DukeNukem 3D dieses extrem verzögerte Spiel?

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