Das Grimme-Institut vergibt jährlich einen Online-Award in den Kategorien Information, Kultur und Unterhaltung sowie Wissen und Bildung. 2007 gabs es allerdings mehrere, na ich nenn sie mal Missgeschicke, die kein gutes Bild abgegeben haben: Zum einen wurde ein Jury-Mitglied nachnominiert, ferner hat einer der diesjährigen Preisträger ebenfalls vor längerer Zeit in der Jury gesessen und die Preisträger wurden bereits 2 Tage vor offizieller Veröffentlichung durch eine Panne bekannt. Ich lasse das jetzt unkommentiert stehen, mir gehts um was anderes:
Don Alphonso greift Stefan Niggemeier an und wirft ihm in seiner unverwechselbaren Art und Weise Seitenwechsel und eine fehlende eigene Meinung vor, weil dieser, trotz Gewinn, nun ebenfalls skeptisch geworden ist. Warum eigentlich? Ich finde es eher mutig, man hätte ja auch einfach den Preis einstreichen können und so tun, als wäre nix gewesen. Man spricht von Glaubwürdigkeit, aber macht gerade eine solcher Beitrag nicht so etwas aus? Ich kann von mir sagen, dass ich von vielen Dingen keine große Ahnung habe und froh bin, wenn mir jemand in den Kommentaren weiter hilft. Ich muss auch nicht strikt auf einem Standpunkt stehen bleiben, wenn ich Argumente bekomme, die mich nachdenklich machen - ganz im Gegensatz zu den "üblichen Verdächtigen", denen man ein solches Verhalten sicher als verweichlicht anlasten würde, genau so, wie man es jetzt eben mit Grimme und den Preisträgern macht. Das ist diese "Ich habs euch ja gesagt!"-Mentalität, von der man nicht runter kommen würde, egal, wieviel dagegen spricht.
Glaubwürdigkeit ist schon was komisches. Eigentlich ist doch jeder Blogger glaubwürdig. Don Alphonso ist glaubwürdig im Runterziehen. Die Jungs um F!XMBR sind glaubwürdig im direkten Angriff. Johnny ist glaubwürdig, weil er sich ein ums andere Mal einer Diskussion stellt, die meist viel zu einseitig verläuft. Nerdcore-Rene ist glaubwürdig, weil ich ihm sofort abkaufe, dass er kleine R2D2's oder Zombies auf seinem Nachttisch stehen hat. MC Winkel kaufe ich sein Lebenswerk ebenfalls ab, auch wenn es teils noch so abstrus daher kommt. Und ich, ich halte mich für glaubwürdig, weil ich das schreibe, was ich auch denke, nicht das, was jemand von mir hören möchte. Also eigentlich geht es bei dieser ganzen Glaubwürdigkeits-Debatte doch nur darum, ob Blogger A Blogger B mag - oder eben nicht. Oder?