Mozilla Firefox ist immer noch der größte Konkurrent des Martkführers Internet Explorer. Gute Gründe gibt es ja genug: Bessere Unterstützung von Webstandards, kostenlos erhältlich, sicherer soll er auch sein. Und trotzdem, seit Version 2 schmeckt er mir nicht mehr wirklich.
Man darf mich da jetzt nicht falsch verstehen, an und für sich ists ja ein toller Browser, aber es sind die Kleinigkeiten, die mir teilweise gehörig auf die Nerven gehen.
- Häufige Abstürze
Häufig ist objektiv betrachtet vielleicht überzogen, aber im Verhältnis zur 1.5er Version geradezu katastrophal. Es gibt Webseiten, die den Feuerfuchs reproduzierbar zum Absturz bringen, und das ganz ohne irgendwelche Tricksereien. Auch so macht der Browser immer wieder mal schlapp, häufig im Verbund mit Macromedia’s Flash. Immerhin beherrscht er zwar nun das Wiederherstellen einer Session, aber das löst das grundlegende Problem ja nicht. - Miserables Speichermanagement
- Keine Ansicht auf XML Code
Da ich im Moment viel mit den Feeds von WordPress hantiere bin ich darauf angewiesen, den XML Code im Klartext ohne Formatierungen sehen zu können. Das war in der 1.5er Version noch problemlos möglich, in der 2er Version bekomme ich dagegen eine formatierte Darstellung präsentiert, die zum einen keine Ansicht auf den darunterliegenden XML-Code ermöglicht und zum anderen den Inhalt filtert und nur teilweise ausgibt. Und es gibt meines Wissens keine Möglichkeit, dieses Verhalten zu ändern. Okay, das betrifft wohl wirklich nur mich, aber es ist frustrierend.Vergesst das. Der Quelltext ist nach wie vor in XML, die Kürzung wird durch WordPress hervorgerufen, wenn man sich auf den RDF- bzw. RSS-Feed beschränkt. RSS2 bzw. Atom-Feeds werden im Quelltext in voller Länge dargestellt.
Ganz ehrlich, das Ding hat Speicherlecks ohne Ende und genehmigt sich auch so eigentlich viel zu viel, vor allem im Vergleich zu Opera. Testweise habe ich die Startseite von meinem Blog, das Dashboard, SpOn, Bloglines, das wp.de Forum sowie die Übersichtsseite von Nine Inch Nails geöffnet. Der Unterschied zwischen beiden Browsern betrug dabei 20 Megabyte zugunsten von Opera. Und das ist wohlgemerkt der Anfang, bei einer längeren Session genehmigt sich der Feuerfuchs schonmal gerne an die 80 – 100 Megabyte Arbeitsspeicher.
Das sind jetzt drei Punkte, die mir zu dem Thema eingefallen sind und mich auch dazu bewegt haben, zu Opera zu wechseln. Auf den ganzen Schnickschnack a la Email-Client, Newsreader, Widgets usw. kann ich gut und gerne verzichten. Meiner Meinung nach geht Opera aber ingesamt effizienter vor, und hat mich bisher noch nicht mit irgendwelchen Abstürzen, Speicherlöchern oder vorgegebenem Verhalten genervt. Ich denke einfach, dass der große Erfolg von Mozilla’s Firefox auch Nachteile mit sich gebracht hat. Schade eigentlich.
So, und jetzt gehts ans Suchen der Äquivalente für Firebug und der Web Developer Toolbar…
1. Abstürze werden häugig von Erweiterungen verursacht. Sei also nicht allzu hart.
2. Musst du dir wirlich Sorgen um Arbeitsspeicher machen?
3. Der Seitenquelltext von XML-Files reicht dir nicht aus?
1. Keine Ahnung ob die dazu beitragen. Aber nervig isses.
2. Nö :-) Aber dann könnte ich mir auch Windows Vista installieren, wenns mich nicht interessiert. Effizienter Umgang mit den gegebenen Resourcen sollte eigentlich zur Normalität gehören, zumal der Feuerfuchs nicht erst seit gestern die genannten Probleme hat.
3. Eben nicht, vor allem da da der Inhalt gefiltert und nur ein Teil angezeigt wird. Keine Chance dass ich damit arbeiten kann.
zu 1.: Kann ich nicht bestätigen. Mein Fuchs 2.0 hat sich (soweit ich mich erinnere) noch nie unkontrolliert verabschiedet. Ich tippe auf Extensions oder “Systemunstimmigkeiten”.
zu 2.: Wird in FF 3.0 behoben, mich störts nicht wirklich bei 2 GB RAM, aber bei 256 MB oder vielleicht auch 512 MB mag es ein Problem sein.
zu 3.: Der Quelltext des Feeds wird gefiltert? Also ich bin ja pausenlos am RSS-Feeds basteln, verändern usw. (siehe mein RSS-Combiner), aber das kann nicht sein. Gib mal ein Beispiel wenn Du kannst. Und daß die Standardansicht seit 2.0 lesbarer und komfortabler ist (subscribe with…), war wohl von der Mehrheit so gewollt.
Egal… ich find den Opera zwar schnell, aber vom Handling her gefiel er mir noch nie und kleinere Macken wie z.B. Forms und JavaScript-Probleme, teilweise auch merkwürdiges Verhalten bei Cookies u.ä. nerven.
Also ich beziehe mich bei 3) auf die Ansicht, die ich erhalte, wenn ich einen Feed anklicke. Da kommt diese Subscribe With Geschichte, wo ich natürlich mit dir übereinstimme, dass es sinnvoller ist als den reinen XML-Code anzuzeigen.
Mit gefiltert meine ich, dass nur noch ein Anreißer pro Feedeintrag angezeigt wird, ähnlich dem Excerpt in WordPress. Das erschwert gerade bei meinem Plugin Feed With Comments das Arbeiten, da die relevanten Stellen erst gar nicht angezeigt werden. Und soweit ich das überblicken kann bietet mir Fuchs 2.0 auch keine Möglichkeit, an den wirklichen, unangetasteten XML-Code zu kommen.
Macken bei Formularen? JavaScript Probleme? Cookies? Narf, jetzt werd aber langsam echt deprimiert…
Das meinte Martin oben mit Seitenquelltext. Klicke erst den Feed an und gehe dann auf Ansicht -> Seitenquelltext anzeigen. Funktioniert also wie bei einer normalen Webseite, nur daß Du die “Rohdaten” des Feeds siehst. ;-)
Laß Dich von meiner Opera-Einschätzung nicht beirren, zuletzt habe ich Version 8 oder so etwas intensiver genutzt (auf einem Fremd-PC), ansonsten verwende ich ihn nur zu Testzwecken. Kann also durchaus sein, daß sich in 8.5 und 9.0 einiges getan hat.
Ähm…mei, desch is mir ja nu aber peinlich…
Also erstmal, ich hab mich ja auch immer auf die Quelltextanzeige bezogen. Nur habe ich das immer mit dem RSS-Feed gemacht, der grundsätzlich gekürzt angezeigt wird (von WordPress Seite aus…), im Gegensatz zum RSS2 bzw. Atom-Feed, die im Quelltext auch in voller Länge angezeigt werden.
Öhm, ja, vielleicht sollte ich dem feurigen Fuchs doch nochmal eine Chance geben… ;-)
Hmm, am Wochenende hab ich mitbekommen, warum sich der FF soviel Speicher nimmt. Liegt wohl auch an der XUL-Oberfläche, die er da erstmal abspeichert.
Wenn Firefox 2.0 zu viele Ressources benötigt und zu oft abstürzt, benutz doch weiterhin den 1.5er. Sicherheitsupdates und alle Erweiterungen funktionieren auch mit der alten Version tadellos.
Was mich bisher immer vom Opera abgehalten hat: Die nützlichen Extensions für Firefox. Oder gibts Web Developer, Firebug, ColorZilla, CookieButton, ProxyButton und del.icio.us auch für Opera?
Ok, ich muss zugeben, ich bin gerade zu faul zum Suchen ;-)
Ja, bis zum April. Dann ist Schluß mit der 1.5er Linie.
Mich nervt beim Firefox ausserdem noch, dass der Bildlauf auf Notebooks nicht funktioniert und
man deshalb immer den Mauscursor zur Bildlaufleiste bewegen und “links” clicken muss. Ein gefrickel ist das immer… :D
Och, das kenn ich. Unter Ubuntu ist’s belustigenderweise überhaupt kein Problem.
Yeah, Linux ist da wesentlich angenehmer. Fenster müssen keinen Fokus haben, es reicht wenn der Cursor drüber ist. Weiss ich auch immer zu schätzen :-)
Felix falls es dich nerven sollte dass die mittlere Maustaste sich nicht wie unter Windows verhält (was die Tabs angeht hauptsächlich) – das kann man in der Konfiguration ändern. Also, falls es dich nervt :-)
Ab Obera 9,20 ist ein Webdevelober Tool, ähnlich Firebug, dabei, vielleicht hilft das bei der Suche.
LG Frank
Ich frag mich immer, wie das Opera Team das mit dem Speichermanagement macht, ich kenne keinen Browser, der das effektiv loest wie Opera. Nach stunden- oder tagelangem Surfen und 30-50 offenen Tabs verbraucht der trotzdem nur maximal 150MB.
Da koennten sich die anderen Browserfrickler auch mal was abschauen und ihre Browser nicht nur so schnell wie moegliche machen (nicht das Opera langsam ist) sondern auch darauf achten wieviel RAM das Teil verbraucht.
Die Tatsache, dass Opera mit vielen Funktionen daherkommt, die man bei Firefox & Co. erstmal nachruesten muss find ich auch ziemlich praktsich, wobei ich da jetzt nicht von den Widgets, Email oder Torrentsupport rede, sondern eher Kleinigkeiten, die Firefox dann zu einer lahmen Ente machen, weil man erstmal 20 Extensions installieren muss, damit er den gleichen Funktionsumfang hat.
Unter OS X benutz ich mittlerweile OmniWeb, weil Opera einfach zuuu haesslich ist. ;-)
Greetings
Hmm… wenn man keine Ahnung hat… einfach mal Fresse halten… ;)
Mal ehrlich: Das mit den “Speicherleks” ist so ein alter Hut… Dass das ein *Feature* ist, das man abstellen kann, und es ansonsten einfach reicht die verbuggten Erweiterungen zu entfernen weill mittlerweile jedes Kind.
Und ist es nicht komisch dass er nur auf Seiten abstürzt auf denen /Plugins geladen werden/? Das wirkt fast so als ob die /Plugins/ die schuldigen wären. Oh, Sekunde… wenn man die Plugins (Achtung: Auch manche Erweiterungen nutzen Pluginähnliche externe Systeme) deaktiviert/entfernt geht wieder alles… Wie komisch… ;)
Also ich hab seitdem keine Probs mehr mit FF. Wenn man den entwicklern was vorwerfen kann, dann dass die schlechte Plugins/Erweiterungen zulassen. ;))