Ich bin ja der, der darüber schreibt. Das echte Problem sind die, die nicht darüber schreiben.Don Alphonso
Der letzte Monat war auf diesem Blog ja mehr oder weniger von einem Thema beherrscht: StudiVZ und deren Probleme. Ich hab in diesem Zusammenhang auch einige Mails erhalten, mit der Frage, warum ich denn so hartnäckig da dran bleiben würde und ob ich das alles nicht nur machen würde weil’s grad in aller Munde ist. Die Antwort darauf bin ich immer noch mehr oder weniger schuldig.
Nein, ich habe es nicht gemacht, weils gerade ein großes Thema war. Ich habe darüber geschrieben weil ich selber StudiVZ-Mitglied seit April dieses Jahres bin bzw. war und die Plattform für einen gewissen Zeitraum auch aktiv genutzt habe. Irgendwann ist mir dann mal aufgefallen dass der Mehrwert eigentlich gleich Null ist, aber das ist eine andere Geschichte. Denn so wie ich dachten auch ca 1.000.000 andere Studenten, umso mehr hat es mich geärgert, teilweise schockiert, aber generell immer ungläubig staunen lassen, wie leichtsinnig man immer noch – selbst in diesem Stadium – an die Sache rangegangen ist.
Aufklärung
Es ging mir dabei um Aufklärung, auch gerade weil zu dieser Zeit die Betreiber hinter StudiVZ dem Motto “Security through Obscurity” gefolgt sind. Die Nutzer von StudiVZ haben den Bloggern immer wieder vorgeworfen, man will StudiVZ kaputt machen und am liebsten aus dem Internet fegen, doch das war bzw. ist definitiv nicht mein Ziel. Selbstverständlich begrüße ich eine Plattform für Studenten, auf der sich selbige austauschen können – nur muss das in einem sicheren und vertrauensvollen Rahmen passieren, ansonsten ists Essig. Klaro hab ich alles ein bisschen reißerischer geschrieben, frei nach dem Motto “Mit Speck fängt man Mäuse”. Dennoch kann ich glaube ich von mir behaupten, mich noch zurückgehalten zu haben.
Nunja, Anfang Dezember ging StudiVZ dann für 6 Tage (oder in Internet-Dimensionen ausgedrückt: 5 3/4 Tage zuviel) vom Netz. Ich wage mal zu behaupten dass man die ganze Angelegenheit nun deutlich ernster nimmt ob des Wissens, dass so ein Ansturm von schlechter PR jederzeit wieder kommen kann. Das ist für mich der erste Grund, warum ich mit der Geschichte abgeschlossen habe. Übrigens haben diese 6 Tage auch gezeigt, dass Dariani’s Kommentar bezüglich der Konkurrenz wohl wirklich stimmt – diese konnten die Auszeit von StudiVZ nicht mal ansatzweise zu ihrem Vorteil nutzen.
Der Don
Wenn es um über StudiVZ berichtende Blogs geht, fällt zwangsläufig ein Name: Don Alphonso. Das Problem an der Sache ist, dass seine Ansicht der Dinge auf so ziemlich jedes Blog adaptiert wird. Und war das am Anfang noch okay, so ist mittlerweile eigentlich ziemlich klar, dass es mehr ein persönlicher Feldzug denn objektiver Berichterstattung (sofern man in diesem Zusammenhang davon reden kann) ist. Es geht nicht um Social Network Plattformen im Ganzen – obwohl nicht konkurrenzfähig, so haben auch andere Studentenplattformen so ihre Problemchen – es geht einfach nur darum, StudiVZ gänzlich durch den Dreck zu ziehen. Findet man woanders etwas, wird es sofort auf StudiVZ umgemünzt. Selbst eine Mücke mutiert sofort zu einem Elefanten. Mag ja sein dass Don Alphonso eine Kunstfigur ist, und der Journalist Rainer Meyer gänzlich anders ist. Nur das, was man nach außen gibt, damit kann und will ich mich nicht identifizieren. Dabei gehts doch auch anders…
Jörg, der zweite große Blogger bei dieser Sache, ist da wesentlich moderater an die Sache heran gegangen, was mir auch deutlich besser gefallen hat. Schade dass ihm die große Aufmerksamkeit verwehrt geblieben ist.
Abschluss
Jeder hat irgendwo eine zweite Chance verdient, auch die Betreiber von StudiVZ, wobei deren erste Chance wohl noch nichtmal verspielt wurde. Persönlich habe ich mit dem Portal erst einmal abgeschlossen und werde es so schnell wohl auch nicht mehr nutzen, hauptsächlich weil ich eben den Mehrwert nicht erkennen kann. Weiter empfehlen kann ich es aktuell auch noch nicht unbedingt, aber das kann ja noch werden, der eingeschlagene Weg lässt mich auf jeden Fall hoffen. Auf diesem Blog jedenfalls war das der letzte Artikel über StudiVZ in diesem Zusammenhang. Danke für all die Aufmerksamkeit, bis zum nächsten Skandal in Klein-Bloggersdorf.
Schreibst du auch mal wieder über lustige Sachen, Musik, Politisches oder einfach kurioses, oder ist i-jeriko zur Studiseite mutiert?
Lesen hilft: “Auf diesem Blog jedenfalls war das der letzte Artikel über StudiVZ in diesem Zusammenhang.”
Tadaa, Frage beantwortet.