Dienstag, 28. November 2006

Dreckskunst

Ich hatte ja schon immer was übrig für Künstler die man eher dem Guerilla-Bereich zuordnen kann: Solche, deren Schaffen eher Aufsehen denn Anerkennung bringen sollen. Solche, die mit dem, was sie tun, wirklich etwas aussagen möchten, ohne sich vorher drei Joints reinziehen zu müssen. Solche, deren “Kunst” eben ein bisschen anders ist.

Ist es eigentlich noch Graffiti, wenn nicht gesprayed sondern entfernt wird? Kann man wohl nicht so genau definieren, das Ergebnis ist aber allemal interessant, wenn verdreckte Wände so gesäubert werden, dass daraus Bilder entstehen. Paul Curtis ist in Leeds aktiv, mal in privater Sache, auch mal im Auftrag einer Werbeagentur:

Big Brother Symbol auf Wegweiser Curtis beim 'Sprayen'

Alexandre Orion dagegen ist in São Paulo unterwegs, wo er, nur mit einem Lappen bewaffnet, die U-Bahn Schächte von Ruß befreit und Bilder entstehen lässt, die an den vergangenen Glanz erinnern.

Streetart von Alexandre Orion

Die Oberen sehen so etwas natürlich nicht gerne, und man ist immer schnell bemüht, die Werke zu entfernen, sprich die Wände zu säubern. Hat ja auch was Gutes. Und im Gedächtnis bleibt sowas allemal.

via Spreeblick und Spacing Wire

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