Es soll wohl nicht aufhören

Die Macher hinter StudiVZ haben im Moment wirklich kein Geschick wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht, dazu habe ich ja schon mehrmals an anderer Stelle etwas geschrieben. Und wenn man erstmal anfängt, im Dreck zu wühlen, dann wird man ganz schnell fündig.

So ist zwar schon länger bekannt, dass Ehssan Dariani, Mitgründer von StudiVZ, die Domains voelkischerbeobachter.de und voelkischer-beobachter.de besitzt - nur der Inhalt nicht, da beide Domains auf Titanic Magazin verweisen. Nun sind in Klein-Bloggersdorf zwei Screenshots von der ehemaligen Seite aufgetaucht. Da wollte Herr Dariani wohl besonders witzig zu seiner Geburtstagsparty einladen und hat die Einladung im Stil einer Reichszeitung aufbereitet. Das Hakenkreuz wurde mal flugs gegen das StudiVZ Logo ausgetauscht, der Text ein bisschen abgeändert, fertig ist der Spaß.

Völkischer Beobachter ScreenshotIch formuliers mal so: Ich kenne Herrn Dariani nicht und erlaube mir daher auch nicht, ihm rechte Allüren zu unterstellen. Aber es ist schon einerseits sehr geschmacklos und auf der anderen Seite einfach unglaublich blöd. Wenn man eine von jedermann erreichbare Website mit derlei Inhalten füllt, dann muss man zwangsläufig davon ausgehen, dass das auch missverstanden wird. Und es ist ja mittlerweile nicht mehr so, dass Herr Dariani gänzlich unbekannt ist, noch dass er keine Verantwortung tragen würde - schließlich wird die StudiVZ Ltd. zuerst einmal mit den drei sympathischen Studenten in Verbindung gebracht, obwohl der Vergleich ja durch die diversen Anteilseigner mittlerweile hinkt. Und dennoch kann man in seiner Position nicht mehr alles tun, was einem gerade so passt - also nicht irgendwelche Damen auf der Toilette oder in der U-Bahn filmen, keine überheblichen Kommentare von sich geben und erst recht nicht rechtsradikal angehauchtes Material ins Internet stellen, und sei es nur als Gag.

Herr Dariani wirkt auf mich immer noch wie ein Dummkopf. Den Erfolg mit StudiVZ Ltd. will ich ihm nicht absprechen, aber wie er sich in der Öffentlichkeit gibt ist einem Dummkopf mindestens ebenbürtig. Ich warte gespannt, wann Holtzbrinck Ventures ihm endlich einen Anstandswauwau vor die Nase setzen. Die anderen Mitarbeiter sind währenddessen schon fleißig am entfernen von kompromittierendem Material dran.

Kleine Randinfos: Der französische Ableger von StudiVZ will Studenten mit Spam-Mails erreichen, nebenbei hat man auch dort mit Performance-Problemen zu kämpfen, will aber keinen Zusammenhang sehen. StudiVZ' PR-Mann Bonow gibt zu, dass es einzig und allein nur um die Nutzerdaten geht. Die Adressen der ausländischen Dependancen sind identisch mit denen einer Partnerfirma von Holtzbrinck Ventures, während die wirklichen Programmierer in Berlin hocken. Und mein StudiVZ Profil wurde um sämtliche Informationen erleichtert.

zusammengetragen durch YAMB.BETA², blogdoch.net und Don Alphonso

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  2. 18.11.2006 - In eigener Sache - Jeriko One

Diskussion: 2 Kommentare

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  1. 2 Simon

    Und noch mehr Ehre:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/80896

    Im vorherigen WWWW habe ich auf den Geschäftsführer von StudiVZ verwiesen, der immerhin so konsequent ist, sein Schweinsein 2.0 mit Fotos, texten und Videos im Web 2.0 auszustellen…[...]

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